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Ärztementoring für Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung

Eine Hausärztin oder ein Hausarzt ist Ihre Mentorin bzw. Ihr Mentor und teilt mit Ihnen Wissen und Erfahrung. Schnuppertage machen es möglich, den Ordinationsbetrieb von innen kennenzulernen. Zusätzlich gibt es ein individuelles Mentoring und ein E-Learning-Angebot rund um Allgemein- und Familienmedizin und Praxisführung. Die Teilnahme am Ärztementoring ist freiwillig und kostenlos.


Welche Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung können am Mentoring teilnehmen? 

Teilnehmen können Ärztinnen und Ärzte in oberösterreichischen Lehrkrankenhäusern.

Wie kann ich mich für eine Schnupperpraxis im Rahmen des Ärztementorings anmelden?

  • Nützen Sie das Suchportal für Mentees der Ärztekammer für Oberösterreich.
  • Ihr Ausbildungskrankenhaus kann Sie pro Halbjahr für einen Schnuppertag freistellen. Ein zweiter Schnuppertag pro Halbjahr ist in der Freizeit möglich. 

Was ist Teil der Schnupperpraxis?

  • Abläufe einer Hausarztpraxis und Patientenspektrum kennenlernen
  • Praxisteam und dessen Aufgaben kennenlernen, z. B. Administration, EDV etc.
  • ausgewählte Patientinnen und Patienten kennenlernen, Anamnese-Gespräche unter Aufsicht führen
  • zusehen bei Untersuchungen und therapeutischen Handlungen, in ausgewählten Fällen unter Aufsicht selbst tätig werden
  • Teilnahme an Hausbesuchen und der Alten- und Pflegeheimbetreuung 

Wie funktioniert das individuelle Mentoring? 

Persönliche Gespräche zwischen Mentorin bzw. Mentor und maximal zwei Ärztinnen bzw. Ärzten in Ausbildung ergänzen die Schnuppertage in der Hausarztpraxis. Sie haben Zeit für Fallbesprechungen, Erfahrungsaustausch und Fragen. 

  • Beginn des individuellen Mentorings mit Anfang der Ausbildung im Lehrkrankenhaus, Ende spätestens mit Abschluss der Lehrpraxis 
  • bis zu zehn Treffen pro Jahr zu je 90 Minuten außerhalb der Ordinationszeiten der Hausärztin bzw. des Hausarztes
  • Teilnahme in der Freizeit – keine Freistellung durch das Spital notwendig  

Zu welchen Themen gibt es E-Learnings?

  • E-Learnings gibt es zu den Themen „Einstieg in den Kassenvertrag", „Die Praxis im Kassenvertrag" und „Gründungsphase einer Kassenpraxis"
  • die E-Learnings werden laufend aktualisiert und erweitert  
  • bereits Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung können DFP-Punkte sammeln und sich diese später anrechnen lassen 

Kann ich die Teilnahme am Ärztementoring als Fortbildung anrechnen lassen (DFP-Punkte)? 

Ja, das ist möglich. Ansprechpartnerin ist die Ärztekammer für OÖ.

  • Schnuppertage und individuelles Mentoring: pro Tag maximal zehn medizinische DFP-Punkte (als Hospitation)
  • E-Learnings: Beantworten Sie im Anschluss an die Lernvideos die Fragen des Multiple-Choice-Tests und erhalten Sie DFP-Punkte. DFP-Punkte können bereits während der Ausbildung gesammelt und später angerechnet werden. 

    Hier kommen Sie zu den E-Learnings.

Das Diplomfortbildungsprogramm (DFP) der Ärztekammer regelt österreichweit einheitlich die Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte. Ein DFP-Punkt entspricht einer Fortbildungsdauer von 45 Minuten (ohne Pausen).

Wer sind die Mentorinnen und Mentoren? 

Die Mentorinnen und Mentoren sind Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner in Ordinationen mit Kassenvertrag. Sie haben an einer Schulung für Mentorinnen und Mentoren teilgenommen. Eine Mentorin bzw. ein Mentor kann gleichzeitig für zwei Ärztinnen bzw. Ärzte in Ausbildung zur Verfügung stehen.   

Welche Vorteile hat eine hausärztliche Ordination? 

Eine Ordination für Allgemein- und Familienmedizin verbindet medizinische Abwechslung mit Freiheiten als Unternehmerin bzw. Unternehmer. Ein Kassenvertrag mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bringt gleichzeitig Sicherheit und Planbarkeit. Einzelpraxis, Teamarbeit in der Gruppenpraxis oder einer Primärversorgungseinrichtung, Arbeit in der Stadt oder auf dem Land: Alles ist möglich. 

Zuletzt aktualisiert am 15. April 2026