Wer kennt das nicht: Plötzlich ist es Mittag (oder Abend), der Hunger meldet sich und auf dem Teller landet eine schnell zubereitete Mahlzeit. Oft sind es Weißbrot, Fertigprodukte oder andere eher einseitige Speisen. Kurzfristig macht das zwar satt, aber langfristig tun wir unserem Körper nichts Gutes.
Mehr Power auf dem Teller
Wie wäre es, wenn Sie sich statt „Was esse ich heute?“ besser fragen:
„Was kommt heute auf meinen Teller und tut mir auch wirklich gut?“
Der Teller-Check – so einfach geht´s
Stellen Sie sich Ihren Teller in drei Bereiche aufgeteilt vor:
- Die Hälfte besteht aus Gemüse und Obst
Je bunter, desto besser. Paprika, Brokkoli, Karotten, Salat oder auch Beeren liefern viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Eine einfache Regel lautet: Je mehr Farben auf dem Teller, desto vielfältiger die Nährstoffe. - Ein Viertel besteht aus Kohlenhydraten
Setzen Sie auf Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln oder Vollkornbrot; auch Kartoffeln sind eine gute Beilage. Diese liefern Energie, die länger anhält, und helfen, Leistungstiefs zu vermeiden. - Ein Viertel besteht aus Eiweiß
Hülsenfrüchte, Eier, Milchprodukte, Fisch oder mageres Fleisch sorgen dafür, dass Sie länger satt bleiben und Ihr Körper gut versorgt ist.
Pflanzliche Öle, Nüsse oder Samen sowie Wasser oder ungesüßter Tee runden die Mahlzeit sinnvoll ab.
Was bringt das?
Unser Körper ist kein Zufallsgenerator. Er braucht Vielfalt, um leistungsfähig zu bleiben. Im Alltag, im Job, beim Sport und beim Denken.
Eine ausgewogene Mahlzeit …
- hält den Blutzucker stabil und beugt so Heißhunger vor,
- sichert die Energie über den Tag hinweg,
- unterstützt die Gesundheit langfristig und hilft, das Körpergewicht stabil zu halten.
Kurz gesagt: Es macht einen Unterschied, ob wir nur satt sind – oder unseren Körper wirklich gut versorgen.
Machen Sie den Selbsttest
Bevor Sie die nächste Mahlzeit zubereiten, fragen Sie sich:
- Ist mein Teller ausreichend bunt?
- Sind alle wichtigen Bestandteile vertreten?
- Fehlt noch eine Komponente?
Praxistipp
Der Teller dient als einfache Orientierung. Die Empfehlung muss nicht immer in einer Mahlzeit umgesetzt werden. Gerade bei einem mehrgängigen Menü kann die Aufteilung auch „über die Gänge hinweg“ erfolgen: zum Beispiel ein Salat oder eine Gemüsesuppe als Gemüseanteil, gefolgt von einer Hauptspeise mit Kohlenhydraten und Eiweiß. Entscheidend ist die gesamte Zusammenstellung der Mahlzeit.
Denn nicht eine einzelne Mahlzeit entscheidet über Ihre Gesundheit, sondern das, was Sie in Summe essen. Genau hier haben Sie jeden Tag aufs Neue die Möglichkeit, eine gute Wahl zu treffen.
Also: Was kommt heute auf Ihren Teller?
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