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Österreichs Gesundheitsversorgung ist krisenfest

Beitragsfinanziertes Solidarsystem der ÖGK sichert nachhaltige Versorgung


2022 ist ein herausforderndes Jahr für ganz Österreich: Neben der Pandemie verunsichern nun auch Energiekrise und Inflation. Zusammenhalt und Zusammenarbeit sind wichtiger als jemals zuvor – so ist auch unser Gesundheitssystem aufgebaut.

Die Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ist eine Solidargemeinschaft ihrer Versicherten. Die Beitragseinnahmen werden zu 98 Prozent für medizinische Leistungen aufgewendet. Die verbliebenen zwei Prozent fallen unter Verwaltungskosten. Das klare Ziel der ÖGK ist, dass jede und jeder in Österreich die Behandlung bekommt, die sie oder er braucht – und zwar unabhängig von Einkommen, Alter, Geschlecht oder Wohnort. Basis dafür ist eine flächendeckende Versorgung durch Vertragsärztinnen und -ärzte, die in Österreich gegeben ist.

Unsere 10.158 Vertragsärztinnen und -ärzte, die sich jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten einsetzen, spielen eine tragende Rolle in unserem Gesundheitssystem. Die ÖGK arbeitet österreichweit mit engagierten Vertragspartnerinnen und -partnern zusammen, für die Gesundheit nicht nur Beruf, sondern oft auch Berufung ist. Ihre Honorare werden über die Sozialversicherungsbeiträge finanziert. Unser Ziel ist es, diese Finanzierung nachhaltig und fair zu gestalten. Das passiert in den Honorarverhandlungen mit der Ärztekammer, die in der Steiermark gerade laufen.

Österreichweit sind 97 Prozent aller geplanten Kassenstellen besetzt - so auch in der Steiermark. Im Regelfall werden unbesetzte Planstellen innerhalb eines Quartals nachbesetzt. Um den Bedürfnissen der aktuellen Generation an Medizinerinnen und Medizinern gerecht zu werden, hat die ÖGK flexiblere Vertragsmodelle und innovative Zusammenarbeitsformen geschaffen: Jobsharing, Teilzeit, Anstellung bei Ärzten, Gruppenpraxen und PVE - all jene Möglichkeiten sind attraktiv und bieten ein hohes Maß an Sicherheit.

Josef Harb und Vinzenz Harrer, die Vorsitzenden des ÖGK-Landesstellenausschusses in der Steiermark, bringen die Ausgangsposition auf den Punkt: „Wir haben ein ganz klares Ziel: Die bestmögliche medizinische Versorgung der Steirerinnen und Steirer muss langfristig gesichert werden. Dieses Ziel können wir nur in enger Kooperation mit unseren Vertragsärztinnen und Vertragsärzten erreichen, denen wir höchste Anerkennung für ihre Arbeit zollen. Als Zeichen der Wertschätzung sind wir brieflich an alle Ärztinnen und Ärzte herangetreten, um die Bedeutung einer funktionierenden Partnerschaft zu unterstreichen. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die Menschen in unserem Land, schließlich sind die Patientinnen und Patienten unserer Vertragspartner unsere Versicherten.“

Harb und Harrer zeigen sich zuversichtlich, dass bei der nächsten Verhandlungsrunde mit der Ärztekammer Ende November ein gutes Ergebnis erreicht werden kann: „Gemeinsam wollen wir einen mehrjährigen Abschluss erreichen, der eine faire Honorierung unserer Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sicherstellt und auch eine angemessene Abgeltung der aktuellen Teuerungswelle einschließt. Fachrichtungen, die im Einkommensvergleich zurückliegen, sollen eine überdurchschnittliche Tariferhöhung erhalten. Im Sinne einer vertrauensvollen Kooperation appellieren wir gleichzeitig an die ärztliche Standesvertretung, von überzogenen und nicht finanzierbaren Forderungen Abstand zu nehmen und die Menschen nicht unnötig zu verunsichern.“