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ÖGK Gesundheits­barometer Brustkrebsvorsorge

Regelmäßige Mammografien retten Leben

Ärztin und Patientin bei Mammographie

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – rechtzeitige Behandlung verspricht allerdings gute Heilungschancen. Mit dem Screeningprogramm früh erkennen soll die Brustkrebs-Sterblichkeit langfristig gesenkt und die hohe Qualität der Mammografie in Österreich laufend gesichert werden. 5.632 Brustkrebs-Diagnosen gab es zwischen 2017 und 2019 durchschnittlich pro Jahr. Rund fünf bis zehn Prozent der Fälle entfallen auf erblich bedingten Brustkrebs.

Früherkennung erhöht Heilungschancen

Von 1.000 Frauen, die zur Mammografie gehen, werden 30 zu einer weiteren Untersuchung eingeladen. 24 davon erhalten einen unbedenklichen Befund, sechs erhalten die Diagnose Brustkrebs und können frühzeitig die richtige Behandlung bekommen. Durch das Vier-Augen-Prinzip und einen zusätzlichen Ultraschall bei Bedarf wird in Österreich eine besonders hohe Qualität bei der Früherkennung von Brustkrebs gewährleistet.

627.993 Mammografien jährlich werden durchschnittlich in Österreich durchgeführt und als Kassenleistung von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) abgerechnet. Frauen im Alter zwischen 40 und 69 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Früherkennungsmammografie sowie jede und jeder beim Auftreten von Indikatoren für eine mögliche Brustkrebserkrankung oder einem erhöhten Risiko. „Eine Untersuchung jedes zweite Jahr schafft die notwendige Klarheit. Nehmen Sie diese Chance wahr. Denn Ihre Gesundheit ist das Wichtigste – so können wir Ihnen helfen, diese zu erhalten,“ betont Dr. Valerie Nell-Duxneuner, ärztliche Leiterin des Hanusch-Krankenhauses der ÖGK.

Die Sozialversicherung setzt im Rahmen des Früherkennungsprogramms zahlreiche Maßnahmen, um die Brustkrebs-Sterblichkeit in Österreich zu senken. So werden beispielsweise jährlich 790.000 Erinnerungsschreiben versandt, um alle Frauen zwischen 45 und 69 Jahren aktiv zur Früherkennungsmammografie aktiv einzuladen.

Alle 24 Monate zur Vorsorgeuntersuchung

Die Österreichische Gesundheitskasse empfiehlt allen Frauen zwischen 45 und 69 Jahren, das kostenlose Angebot der Früherkennungsmammografie in Anspruch zu nehmen. Ab dem Alter von 45 Jahren steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, stark an. Bei Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sind es noch durchschnittlich 46 von 100.000 Frauen, die an Brustkrebs erkranken. In der Altersgruppe zwischen 45 und 49 Jahren sind es bereits 80 von 100.000 Frauen.

Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 70 haben ebenfalls die Möglichkeit, sich für die Teilnahme am Früherkennungsprogramm anzumelden und so regelmäßige Einladungsschreiben zu erhalten.



ÖGK Gesundheitsbarometer zum Thema Brustkrebsvorsorge (Anklicken für vergrößerte Ansicht)













Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2022