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Arbeits- und Entgeltbestätigung – Neue Datenfelder

Veröffentlichung: Newsletter Nr. 3/Februar 2022


Für die Bemessung des Kranken- oder Wochengeldes wird das Ausmaß der Weitergewährung von Sonderzahlungen und Sachbezügen benötigt. Daher wurden die Arbeits- und Entgeltbestätigung für Krankengeld und die Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld um die Datenfelder "Sonderzahlungsumfang“ und "Sachbezugsumfang“ ergänzt.

Sonderzahlungen

Sonderzahlungen werden bei der Berechnung von Kranken- oder Wochengeld durch einen prozentuellen Aufschlag pauschal abgegolten. 

Wenn ein Anspruch auf Sonderzahlungen besteht und diese im Kalenderjahr, in dem die Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, bereits bezahlt wurden oder noch fällig werden, muss auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung beim Feld "Anspruch auf Sonderzahlung“ "ja“ ausgewählt werden.

Kommt es zu einer Kürzung des Krankengeldes sind auch die Sonderzahlungen entsprechend zu kürzen (Aliquotierung). Ist der Entgeltfortzahlungsanspruch ausgeschöpft, gebühren auch keine Sonderzahlungen mehr. 

Sollten kollektivvertragliche Regelungen während eines Kranken- oder Wochengeldbezuges weiterhin einen ungekürzten Sonderzahlungsanspruch vorsehen, ist diese Sonderzahlung bei der Berechnung des Kranken- oder Wochengeldes allerdings nicht zu berücksichtigen, um einen Doppelbezug zu vermeiden. 

Daher ist im Feld "Sonderzahlungsumfang“ der entsprechende Anspruch mit "Voll (100 %)“ (bei Vorliegen entsprechender kollektivvertraglicher Regelungen) oder "Aliquot“ (bei Kürzung des Krankengeldes oder bei Ausschöpfung des Entgeltfortzahlungsanspruches) anzugeben. 

Sachbezüge

Krankengeld: Anspruch auf Krankengeld besteht nur, wenn die Dienstnehmerin bzw. der Dienstnehmer nicht mehr als 50 Prozent der vollen Geld- und Sachbezüge erhält. Bei mehr als 50 Prozent der vollen Geld- und Sachbezüge ruht der Krankengeldanspruch. 

Werden beitragspflichtige Sachbezüge während der Arbeitsunfähigkeit nicht weitergewährt, sind diese auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung für Krankengeld im Feld "Geldbezüge (brutto)“ anzuführen. Zusätzlich ist im Feld "Sachbezug ist im Geldbezug beinhaltet“ "ja“ auszuwählen. Im Feld "Sachbezugsumfang“ ist der entsprechende Anspruch während der Arbeitsunfähigkeit mit "Voll (100 %)“ oder "Aliquot“ anzugeben.  

Wochengeld:
Wird ein Sachbezug (zum Beispiel eine Wohnung) für die Zeit des Wochengeldbezuges weitergewährt, ist der Sachbezug bei der Berechnung des Wochengeldes nicht noch einmal zu berücksichtigen. Sachbezüge hingegen, die während der Wochenhilfe nicht weitergewährt werden, zählen zum Nettoarbeitsverdienst. 

Sachbezüge, die während der Wochenhilfe nicht weitergewährt werden, sind zusammen mit den Geldbezügen auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld im Feld "Arbeitsverdienst der letzten drei Kalendermonate für Dienstnehmerinnen (netto)“ einzutragen. Zusätzlich ist im Feld "Sachbezug in Arbeitsverdienst enthalten“ "ja“ auszuwählen. Im Feld "Sachbezugsumfang“ ist der entsprechende Anspruch während der Wochenhilfe mit "Voll (100 %)“ oder "Aliquot“ anzugeben.  

Art der Entlohnung

Auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung für Krankengeld wurde darüber hinaus das Feld "Art der Entlohnung“ ergänzt. 

Wenn sich die Höhe der Entlohnung zum Beispiel nach der Anzahl der im Kalendermonat angefallenen Stunden (Stundenlöhne) richtet, ist im Feld "Art der Entlohnung“ "Zeitlohn“ auszuwählen. 

Autorin: Mag.a (FH) Karina Sandhofer/ÖGK