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Gebarungsvorschaurechnung November 2021

Die gute Wirtschaftslage drückt sich in stabiler Finanzgebarung der Österreichischen Gesundheitskasse aus, Aufholeffekt bei ärztlicher Leistung.

Mann mit Taschenrechner und Laptop / Credit: 88studio/shutterstock.com

Das zweite Jahr der Österreichischen Gesundheitskasse ist auch das zweite Jahr mit pandemiebedingten Unsicherheiten. Die Situation am Arbeitsmarkt stabilisiert sich, sodass die ÖGK für das Jahr 2021 von einem Plus von 4,7 Prozent bei den Beiträgen der pflichtversicherten Erwerbstätigen ausgeht.

Die Erholung der Wirtschaftslage wirkt sich positiv auf die Einnahmen des größten Krankenversicherungsträgers aus. Gleichzeitig macht sich ein Aufholeffekt bei ärztlicher Hilfe bemerkbar. Die Ausgaben für diesen Bereich sowie für Heilmittel sind stärker angestiegen als noch Mitte des Jahres angenommen.

Insgesamt rechnet die ÖGK in der Gebarungsvorschaurechnung von November 2021 mit einem Bilanzverlust von 143 Millionen Euro für das laufende Jahr – das stellt weniger als ein Prozent der Gesamteinnahmen dar.

Im kommenden Jahr sollen laut Prognosen die Beiträge der pflichtversicherten Erwerbstätigen um 5,7 Prozent steigen, während sich die Aufwendungen auf ein normales Niveau einpendeln.

Für 2022 rechnet die ÖGK mit einem Bilanzverlust von 74 Millionen Euro.

Gleichzeitig werden die Leistungen für Versicherte weiter ausgebaut. So gibt es ab 2022 einen österreichweiten Rahmenvertrag für Physiotherapeutinnen und –therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden; für Ergotherapeutinnen und –therapeuten gibt es diesen schon seit Mitte 2021. Das Angebot für Versicherte wird in diesen Bereichen um mehr als ein Drittel ausgebaut. 

Zuletzt aktualisiert am 16. November 2021