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Warum Sturzprävention?


Jeder Dritte über 65 Jahre stürzt einmal pro Jahr aus unterschiedlichen Gründen. Stürze und sturzbedingte Verletzungen sind eine erhebliche Belastung für betroffene Personen und auch für das Gesundheitssystem, da Stürze häufig nicht ohne Folgen bleiben. Verletzungen wie Knochenbrüche oder Kopfverletzungen sind keine Seltenheit, immerhin müssen 20 bis 50 Prozent aller Stürze behandelt werden und zehn Prozent aller Stürze enden mit einem Bruch. Fünf Prozent aller Stürze haben einen Oberschenkelhalsbruch zur Folge und immerhin zwei Prozent aller Stürze enden tödlich. Aber selbst dann wenn körperliche Verletzungen ausbleiben, entsteht häufig die Angst vor Stürzen, die sich vor und nach einem oder mehreren, eventuell sogar verletzungsfreien Stürzen entwickeln kann. 20 bis 60 Prozent aller älteren Menschen haben Angst zu stürzen, und das unabhängig davon, ob sie schon gestürzt sind oder nicht. Damit geht meistens eine Reduzierung der Aktivitäten im täglichen Leben einher, was wiederum den Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit fördert. Der Großteil der Stürze (80 Prozent) geschieht ohne äußere Einwirkung, und hat somit seine Ursache im Bewegungsverhalten einer Person. Viele Untersuchungen belegen die Bedeutung einer individuell angepassten, gezielten Bewegung, die selbstständiges Üben fördert, zur Senkung des Sturzrisikos.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bietet nach dem Leitsatz „Länger leben bei guter Gesundheit“ für ihre Versicherten ab dem 65. Lebensjahr ein zielgerichtetes Sturzpräventionsprogramm an. Dieses kostenlose, 12-wöchige Trainingsprogramm in der Gruppe kann die Mobilität und Selbstständigkeit im Alter positiv beeinflussen.

Zuletzt aktualisiert am 10. November 2022