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Ohne Zähneputzen geht´s nicht!

Karies ist eine bakterielle Erkrankung der Zähne. Werden die Zähne der Kinder nicht täglich und richtig gereinigt, dann breitet sich die unbehandelte Karies immer weiter aus.

Mädchen putzt sich die Zähne / Credit: ÖGK

In der Mundhöhle gibt es viele natürliche Mikroorganismen, Karies auslösend Bakterien stören dieses Gleichgewicht. Eine Ernährung mit viel Zucker verstärkt die Erkrankung. Die Folge: ein zunehmender Zerfall des „Schutzmantels“ der Zähne: Der Zahnschmelz, die harte Substanz der Zähne, wird zerstört. Wesentlich für gesunde Zähne ist die gute und regelmäßige Pflege der Zähne zu Hause – vom ersten Zahn an!

Ursachen für Karies: Zucker und mangelndes Zähneputzen

Kinder sind süß – und sie lieben Süßes. Werden die Zähne aber nicht richtig und regelmäßig geputzt, dann sieh es mit dem süßen Lächeln bald schlecht aus. Schlechtes oder fehlendes Zähneputzen ist nämlich die Hauptursache für Karies. Beim Zähneputzen werden nicht nur Speisereste entfernt, sondern auch Zahnbeläge. Diese bestehen aus Bakterien, die einen klebrigen Belag auf den Zähnen bilden.

Die Bakterien bilden vor allem aus Zucker Säuren. Diese Säuren greifen den Schutzmantel der Zähne an und fressen Löcher hinein – so entsteht Karies. Anfänglich sind bei Kariesbefall nur winzige schwarze Flecken sichtbar. Werden die Löcher größer, liegen bald Nerven frei: Zahnschmerzen sind die Folge. Zahnbeläge sind also nicht nur unschön, sondern auch gefährlich für die Zahngesundheit. Deshalb ist das richtige, regelmäßige Putzen so wichtig. Außerdem sind die ersten bzw. Milchzähne besonders empfindlich, weil sie nur eine dünne Schutzschicht haben.

Folgeerkrankungen

Kariöse Zähne können dazu führen, dass Nerven und Blutgefäße im Zahn zerstört werden. Entzündungen können das Immunsystem des Kindes schwächen und so weitere Erkrankungen auslösen. Auch Probleme mit den Nebenhöhlen und Mandeln beruhen zum Teil auf kaputten Zähnen.

Der Mythos, dass die Milchzähne sowieso ausfallen und ihre Pflege daher nicht so wichtig sei, ist falsch. Schlechte oder fehlende Zähne können sich auch bei Kindern negativ auswirken, etwa bei Sprechen lernen. Fehlende Milchzähne führen durch ihre Platzhalter-Funktion oft zu Fehlstellungen bei den zweiten Zähnen, auch das Selbstbewusstsein kann leiden.


Bitte beachten Sie:

Karies auslösende Bakterien werden meistens von den Eltern auf das Kind übertragen:

Schlecken Sie Löffel, Schnuller oder Mundstücke von Trinkflaschen niemals ab!
Zur Reinigung eignet sich kaltes Wasser. Verwenden Sie niemals Ihre eigene Zahnbürste für Ihr Kind.

Ist erst einmal ein Zahn mit Karies befallen, so breitet sich die Erkrankung schnell auf alle Zähne aus.

Zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2022