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Fernreisen

Um einen Auslandsaufenthalt in "gesunder" Erinnerung zu behalten, sollten Sie sich vor Reiseantritt rechtzeitig erkundigen, welche Schutzimpfungen in dem jeweiligen Staat angeraten werden bzw. vorgeschrieben sind. Die nachstehenden Informationen sollen Ihnen dabei helfen, sich optimal auf einen bevorstehenden Auslandsaufenthalt vorzubereiten.


Impfempfehlungen und Impfvorschriften

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht jährlich jene Impfungen, die vorgeschrieben sind und in einem internationalen Impfpass eingetragen sein müssen.
Impfvorschriften der WHO dienen oft dazu, das Gastland vor der Einschleppung einer bestimmten Infektionskrankheit zu schützen und haben nicht immer mit dem Vorkommen dieser Erkrankung im Land zu tun.

Impfempfehlungen beziehen sich auf Infektionskrankheiten, die im Gastland vorkommen. Sie sollen vor allem die Reisenden schützen.


Impfplan

Die zuständigen Impfberatungen erstellen gerne einen individuellen Impfplan, der folgende Kriterien berücksichtigt: 

  • Reiseziel, Reisestil und Aufenthaltsdauer
  • Krankheiten, die im Reiseland als Gesundheitsrisiko in Frage kommen
  • Nutzen-Risikoabwägung hinsichtlich der Impfungen
  • Impfvorschriften


Impfungen für Fernreisen

Basisprogramm:

  • Diphtherie-Tetanus
  • Polio
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Typhus


Zusatzprogramm - abhängig vom Reiseziel

  • Gelbfieber
  • Meningokokken-Meningitis
  • Japan-B-Encephalitis
  • Tollwut
  • Cholera


Mit den Impfungen sollte zirka sechs Wochen vor Reiseantritt begonnen werden. Für schnell Entschlossene stehen aber auch kurzfristig Schutzmöglichkeiten zur Verfügung.

Unabhängig von den Reisebedingungen sollten alle Reisenden gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung aktuell immunisiert sein. Diphtherie-Tetanus-Impfungen, die mehr als fünf Jahre sowie Impfungen gegen Kinderlähmung, die mehr als zehn Jahre zurückliegen, müssen vor Reiseantritt unbedingt aufgefrischt werden.

Falls Sie in malariagefährdete Gebiete reisen, vergessen Sie nicht, sich über geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren!


Vorsicht Reisekrankheit: Infektiöse Leberentzündung - Hepatitis

Die dafür verantwortlichen Viren (Erreger) werden mit Buchstaben A - E gekennzeichnet und sind gut untersucht. Sie sind für mindestens 90 % der Leberinfektionen verantwortlich. Die viralen Leberinfektionen gehören weltweit zu den wichtigsten Infektionskrankheiten. Sie sind vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet, weiters in Gegenden mit schlechten hygienischen Verhältnissen.

Vor allem in der Reisezeit kann es in den Urlaubsländern vermehrt zu Kontakt mit Personen kommen, die an einer infektiösen Hepatitis leiden.

Eine Impfung ist für die Hepatitis A und Hepatitis B möglich. Für die anderen Formen, wie z. B. Hepatitis C, nicht.


Hepatitis A


Die höchste Verbreitung findet sich in Afrika, Indien und Südostasien. Dort haben fast alle Kinder bereits eine Infektion durchgemacht. Für Österreicher ist die Hepatitis A überwiegend eine Reisekrankheit. Das Hepatitis-A-Virus befindet sich beim Erkrankten in großer Menge im Stuhl.

Hepatitis A - Übertragungsmöglichkeiten

Die Aufnahme des Virus erfolgt über den Mund. Verunreinigtes Trinkwasser und der Genuss mit infizierter Substanz verunreinigter Speisen sind die häufigsten Übertragungsursachen. Für den Urlaub von besonderer Bedeutung sind der Genuss von Muscheln, Austern und anderen Schalentieren, die dieses Hepatitis-A-Virus in beachtlichen Konzentrationen enthalten können.

ACHTUNG vor rohen oder nicht vollständig gekochten Speisen und unreinen Gewässern.

Hepatitis B

Das Virus befindet sich im Blut und muss in die Blutbahn des neuen Wirten eindringen. 

Hepatitis B - Übertragungsmöglichkeiten

Im medizinischen Bereich (z. B. Nadelstichverletzungen) oder Geräte, die man täglich gebraucht, wie Nagelschere, Nagelfeile, Rasierapparate, falls diese von Infizierten und Nichtinfizierten gemeinsam verwendet werden. Die Infektionen sind auch durch Sexualkontakt möglich. 


Impfungen gegen Hepatitis A & B

Eine Impfung ist für die Hepatitis A und Hepatitis B möglich und sehr empfehlenswert. Für die anderen Formen (wie z. B. Hepatitis C) ist derzeit noch kein Impfstoff vorhanden.

Zuletzt aktualisiert am 29. Oktober 2021