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Neue Primärversorgungseinheit startet in Wien Favoriten

Ärzteteam setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit für beste Versorgung

Aussenansicht des PVE Sonnwendviertel / Bildquelle: ÖGK/Biller

Am 1. Oktober eröffnet im 10. Wiener Gemeindebezirk die Primärversorgungseinheit (PVE) Sonnwendviertel. Die Allgemeinmedizinerin Dr. Maria Gomez Pellin und die beiden Allgemeinmediziner Dr. Martin Cichocki, MSc und Dr. Sebastian Huter, MPH starten ihre Tätigkeit als Kassenärzte in der neuen PVE. „Wir haben die Primärversorgungseinheit Sonnwendviertel gegründet, weil wir eine umfassende hausärztliche und psychosoziale Betreuung innerhalb des Kassensystems anbieten wollen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Kooperationspartnern und unter Einbindung der Patientinnen und Patienten unser Angebot auch kontinuierlich weiterzuentwickeln”, sagt die Allgemeinmedizinerin Dr. Maria Gomez Pellin.

Die Vorteile für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Patientinnen und Patienten liegen klar auf der Hand, neben den längeren Öffnungszeiten, bringt die Kooperation mit anderen Berufsgruppen am gleichen Standort eine umfassende, wohnortnahe Versorgung. „Der Standort ist dafür ideal, denn es gibt eine sehr aktive Gemeinschaft und viele Initiativen sowohl im Haus als auch in der Umgebung, die gute Ansatzpunkte für Gesundheitsförderung und gemeinde-orientierte Versorgung bieten“, so Dr. Martin Cichocki. In der neuen Ordination werden neben dem engagierten Ärzteteam, auch fünf Ordinationsassistentinnen, zwei diplomierte Pflegekräfte und weitere Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Sozialarbeit, Diätologie und Psychologie tätig sein. Mit sechs Gesundheits- und Sozialberufen vor Ort, gewährleistet die PVE Sonnwendviertel eine umfassende Versorgung der häufigsten Gesundheitsanliegen ihrer Patientinnen und Patienten.

Für Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bringt das „Primärversorgungszentrum Sonnwendviertel eine wesentliche Verbesserung der allgemeinmedizinischen Versorgung für Favoriten. Von der vernetzten Zusammenarbeit profitieren sowohl Patientinnen und Patienten als auch Ärztinnen und Ärzte. Daher ist es auch unser gemeinsames Ziel 36 dieser Primärversorgungseinheiten in Wien zu etablieren und ich freue mich, dass ÖGK und Ärztekammer hier intensiv an der Umsetzung mitwirken.“ Das Zentrum wurde heute feierlich mit dem Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse Andreas Huss, Thomas Holzgruber, Kammeramtsdirektor der Ärztekammer für Wien und Richard Gauss, Leiter der MA 24 der Stadt Wien eröffnet.

ÖGK-Obmann Huss freut sich über die Neueröffnung: „Heute ist ein guter Tag für die Stärkung der hausärztlichen Versorgung in Wien, mit einem attraktiven Angebot für die Gesundheitsversorgung, durch ein breites Team an Gesundheitsberufen gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten. In diesem Haus wird der große Vorteil von Primärversorgungszentren für die Versicherten besonders deutlich, weil ein großes Leistungsspektrum komplett auf Kassenkosten unter einem Dach abgedeckt wird. Die notwendigen Leistungen können hier zwischen den Berufsgruppen auf kurzem Weg aufeinander abgestimmt werden, vom ärztlichen Gespräch bis zur Sozialarbeit und dem Wundmanagement. Eine große Chance für ein nachhaltig gesundes Sonnwendviertel ist außerdem der Anspruch des Primärversorgungszentrums sich in die Grätzlarbeit einzubringen.“

Für Holzgruber sind „solche Zentren, wie das neue PVE Sonnwendviertel, eine wichtige Ergänzung zu den klassischen Einzelpraxen. Gerade in neu entstandenen Grätzln mit einer noch fehlenden medizinischen Versorgungsinfrastruktur, mit dichter Besiedlung, einem Mix der Wohnbevölkerung aus Jungfamilien auf der einen und Pensionistinnen und Pensionisten auf der anderen Seite, sind Primärversorgungseinheiten eine gute Lösung für eine niederschwellige medizinische Versorgung der Bevölkerung. Durch längere Öffnungszeiten sind sie auch ein wichtiger Beitrag zur Entlastung überfüllter Wartezimmer und Ambulanzen“.

Ab 1. Oktober 2021 hat das PVE Sonnwendviertel Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr und Mittwoch von 7:00 bis 17:00 Für Patientinnen und Patienten geöffnet.