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Gesundheitszentren in Niederösterreich treffen sich beim 1. Praxistag Primärversorgung

Gruppenfoto_Foto: NÖGUS

LR Eichtinger/ÖGK-Landesstellenleiterin Zuser: Über 30 Vertreterinnen und Vertreter aus den bestehenden Primärversorgungseinheiten sowie den in Kürze startenden PVEs nutzten den ersten Praxistag Primärversorgung von NÖGUS und Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK), um sich zu vernetzen und weiterzubilden.

Zum ersten Mal luden am Samstag NÖGUS und ÖGK zu einer Fortbildungs- und Vernetzungsveranstaltung für alle Berufsgruppen, die in bestehenden oder bald eröffnenden Gesundheitszentren und Gesundheitsnetzwerken in Niederösterreich arbeiten. In den sogenannte Primärversorgungseinheiten, kurz PVEs, arbeiten mindestens drei Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner mit Pflegekräften und Ordinationsassistentinnen bzw. -assistenten sowie Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Gesundheitsberufen zusammen: von der Diätologie und Psychotherapie über Sozialarbeit und Geburtshilfe bis hin zu Wundmanagement.


„Die Ärztinnen und Ärzte der Gesundheitszentren und des Gesundheitsnetzwerks und ihre Teams sind Vorreiter im Gesundheitswesen. Erfolgreich zeigen sie, was Primärversorgung bedeuten kann. Im bundesweiten Vergleich liegt Niederösterreich auf Platz 2, was den Anteil der Patientinnen und Patienten, die durch Gesundheitszentren und Gesundheitsnetzwerke versorgt werden, betrifft. Mit den Angeboten am Praxistag Primärversorgung wollen wir sie in ihrem Arbeitsalltag unterstützen“, betont Landesrat NÖGUS-Vorsitzender Martin Eichtinger.

„Unser erster Praxistag war ein voller Erfolg. Die Mitglieder der niederösterreichischen PVEs nutzten die Chance zum Austausch, zur Vernetzung und zur Weiterbildung. Teamarbeit ist das Um und Auf in der Primärversorgung. Wir sehen in den Primärversorgungszentren und -netzwerken eine ideale Ergänzung zum bestehenden Hausarztmodell, die der Bevölkerung große Vorteile bieten“, sagt Petra Zuser, Landesstellenleiterin der ÖGK.

In Niederösterreich gibt es drei Gesundheitszentren – in Böheimkirchen, St. Pölten und Schwechat – sowie ein Gesundheitsnetzwerk im Melker Alpenvorland. Im kommenden Jahr werden weitere PVEs dazu kommen. Darunter das PVZ Purgstall, das im April den Betrieb aufnehmen wird. Dr. Thomas Bandur, Mitglied des Ärzteteams des PVZ Purgstall freut sich über den Praxistag: „In einem Gesundheitszentrum tätig zu sein ist eine komplett neue Art des Arbeitens – weil das Team viel größer ist. Möglichkeiten, sich mit anderen auszutauschen, die in der gleichen Situation sind, kann hilfreich sein.“ Und so wurde im Rahmen des Praxistages zwischen Workshops und der Keynote von Dr. Bardia Monshi viel Wert auf Gelegenheiten gelegt, sich zu vernetzen.

Zum Thema Primärversorgungseinheiten: Neben Einzelordinationen und Gruppenpraxen sind Gesundheitszentren und Gesundheitsnetzwerke ein wichtiger Baustein in der  Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Für Patientinnen und Patienten bieten sie längere Öffnungszeiten, für Mitglieder des PVEs Teamarbeit. Sie bieten ein breites Leistungsspektrum, angefangen von der medizinischen Grundversorgung über die kontinuierliche Versorgung chronisch Kranker bis hin zur Gesundheitsförderung und Prävention. Sie erfüllen eine Lotsenfunktion durch das Gesundheitswesen, vernetzen sich mit anderen Gesundheitspartnern und übernehmen für ihre Patientinnen und Patienten unter anderem die Terminkoordination.

Gruppenfoto_Foto: NÖGUSv. l. n. r.: Petra Zuser, Landesstellenleiterin der ÖGK, Dr. Thomas Bandur und Dr. Maria Hofmann-Schreil, beide Mitglieder des Ärzteteams des PVZ Purgstall, das im Frühling eröffnen wird, Landesrat NÖGUS-Vorsitzender Martin Eichtinger. Foto: NÖGUS

Presserückfragen: Christine Exl-Haiderer, Bakk., Kommunikation NÖGUS
Telefon: +43 (0) 676 / 812 165 36, Mail: christine.haiderer@noel.gv.at

Zuletzt aktualisiert am 20. September 2021