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Hautschutz ist Selbstschutz: Hautschutzkampagne startet auch heuer wieder in Kärnten durch

Richtig vorbeugen, richtig nachsorgen – den ganzen Sommer lang: Wie das funktioniert wird heuer bereits zum 21. Mal im Rahmen der jährlichen Hautschutzkampagne in zwölf Kärntner Strandbädern gezeigt. 


In den Sommermonaten nutzen viele Kärntnerinnen und Kärntner die heißen Tage für ausgiebige Sonnenbäder, Wanderungen und Ausflüge im Freien. Doch plötzlich ist es passiert: Die Haut rötet sich, der Sonnenbrand ist da: Für viele ein Kavaliersdelikt, das genauso zur Urlaubssaison gehört wie schönes Wetter. Doch mit jedem Sonnenbrand wird die Haut dauerhaft geschädigt und das Risiko für Hautkrebs erhöht. Gemeinsam mit dem Gesundheitsreferat des Landes Kärnten, der Ärztekammer für Kärnten, der Kleinen Zeitung sowie der Österreichischen Apothekerkammer – Landesgeschäftsstelle Kärnten und Cetaphil Sun Daylong wird die erfolgreiche Initiative „Hautschutz ist Selbstschutz“ heuer bereits zum 21. Mal in den Kärntner Bädern durchgeführt. Die Zahl der Hitzetage hat sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt, daher braucht es mehr Bewusstsein für die so wichtigen Schutzmaßnahmen. Speziell für Personen mit Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder ist zu viel Sonne eine Gesundheitsgefahr. 


Im Zeitraum von 19. Juli bis 24. Juli 2021 können sich Badegäste in zwölf Kärntner Strandbädern bei Fachärztinnen und Fachärzten der Dermatologie kostenfrei über Hautschutz und Hautkrebsvorsorge informieren und haben die Möglichkeit eine hautmedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen - dies ersetzt natürlich nicht den jährlichen Kontrolltermin.


„Dass die Hautschutzkampagne heuer bereits zum 21. Mal durchgeführt wird und mehr als 320.000 Sonnenhungrige beraten wurden, spricht für den Erfolg und die Notwendigkeit dieser Vorsorgeinitiative. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Menschen zu informieren und für die Vorsorge zu gewinnen. Zahlreiche bösartige Hautveränderungen konnten in den vergangenen Jahren rechtzeitig diagnostiziert werden, wodurch wir auch Leben retten und einige schwerwiegende und lange Krankheitsverläufe verhindern konnten. Und wo lässt es sich dafür besser sensibilisieren als vor Ort, in den Kärntner Bädern“, sagt Sylvia Gstättner, Landesstellenausschussvorsitzende der ÖGK in Kärnten. „All das konnte nur durch die jahrelange, erfolgreiche Zusammenarbeit aller Kooperationspartner erreicht werden, denen wir dafür ausdrücklich danken möchten.“


Tausende Hautschutz-Info-Packages, bestehend aus Informationsmaterialien für Groß und Klein, Sonnenschutz-Produktproben von Cetaphil Sun Daylong und einer SUN-Checkkarte, werden bei den Beratungsterminen kostenlos an die interessierten Strandbadbesucherinnen und -besucher verteilt. 


„Die Sommer werden heißer, die Gefahren der Sonne potenzieren sich. Umso notwendiger ist es, über die Sonne, ihre Strahlen und ihre Auswirkungen auf unseren Körper Bescheid zu wissen“, ist Gesundheitsreferentin Dr.in Beate Prettner überzeugt. „Mit der Hautschutzkampagne bündeln wir in Kärnten seit 2001 unsere Kräfte, um vor Ort – an unseren Seen und in Strandbädern – das Bewusstsein zu schärfen. In den vergangenen 20 Jahren haben wir wichtige Aufklärungsarbeit geleistet“, sagt Prettner. Die Gesundheitsreferentin dankt den Kooperationspartnern: „Unsere gemeinsame Maßnahme hat sich zu einer der erfolgreichsten Vorsorgeaktionen österreichweit entwickelt. Und sie ist bestes Beispiel dafür, dass es in Partnerschaft einfach besser funktioniert. Auf weitere 20 Jahre!“ Der Appell der Gesundheitsreferentin in Richtung sonnenhungrige Badegäste lautet: „Wer seine Haut schützt, schützt seine Gesundheit!“  


Bild (v.l.): Mag.pharm Paul Hauser (Präsident der Österreichischen Apothekerkammer - Landesgeschäftsstelle Kärnten), Sylvia Gstättner (Landesstellenausschussvorsitzende der ÖGK in Kärnten), LHStv.in und Gesundheitsreferentin Dr.in Beate Prettner und Dr. Max Wutte (Ärztekammer für Kärnten - Fachgruppenobmann der Dermatologie)
Foto: ÖGK/Strempfl


„Um sich vor der Sonne zu schützen, hat der Körper Schutzsysteme wie die Bräunung und die Verdickung der obersten Hautschicht entwickelt. Schädigungen in den Zellen durch übermäßige UV-Bestrahlung werden jedoch als Erbinformation an nachwachsende Zellen weitergegeben. Summieren sich diese Defekte, kann Hautkrebs die Folge sein. Hautkrebs tritt zu 80 Prozent an Hautstellen auf, die der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Es bilden sich Flecken oder Knoten, die rasch wachsen und leicht verletzbar sind. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle bei Hautärztinnen und Hautärzten wichtig“, informiert Ärztekammer-Fachgruppenobmann der Dermatologie, Dr. Max Wutte. „Es gilt Rötungen und Sonnenbrände in jedem Fall zu vermeiden, insbesondere bei jungen Menschen: Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs und verfrühter Hautalterung.“


„Individueller Sonnenschutz ist sowohl als Vorbeugung gegen Sonnenbrand als auch im Hinblick auf die langfristige Erhaltung der Hautgesundheit zu sehen. Bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzmittels kommt es auf die so genannte Eigenschutzzeit der Haut an. Das ist jene Zeit, in der ein Aufenthalt in der Sonne ohne Sonnenbrand möglich ist. Diese Zeit ist je nach Hauttyp unterschiedlich lange, wodurch eine individuelle Beratung sehr wichtig ist“, betont Mag.pharm. Paul Hauser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer – Landesgeschäftsstelle Kärnten. „Daher ist es uns stets ein wichtiges Anliegen, diese Vorsorgeinitiative mit unseren 100 Apotheken in Kärnten zu unterstützen.“ 

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Termine der Hautschutzkampagne 2021 

Termin Uhrzeit Ort

 Montag 19.07.2021

Ersatztermin: Montag, 26.07.2021

11:00 - 13:00 Uhr

Campingbad Nord Klopeinersee

Klopein Am See 10

9122 St. Kanzian am Klopeiner See

15:00 - 17:00 Uhr

Stadionbad Wolfsberg

Stadionbadstraße 2

9400 Wolfsberg

Dienstag, 20.07.2021

Ersatztermin: Dienstag, 27.07.2021

11:00 - 13:00 Uhr

Strandbad Hermagor Pressegger See

Presseggersee 27

9620 Hermagor

15:00 - 17:00 Uhr

Strandbad Millstatt

Kaiser-Franz-Josef-Straße 213

9872 Millstatt

Mittwoch, 21.07.2021

Ersatztermin: Mittwoch, 28.07.2021

11:00 - 13:00 Uhr

Erlebnisbad Ossiach

Ossiach 33

9570 Ossiach

15:00 - 17:00 Uhr

Strandbad St. Georgen am Längsee

Längeseestraße 48

9313 St. Georgen am Längsee

Donnerstag, 22.07.2021

Ersatztermin: Donnerstag 29.7.2021

11:00 - 13:00 Uhr

Strandbad Reifnitz

Wörthersee-Süduferstraße 112

9081 Maria Wörth

15:00 - 17:00 Uhr

Strandbad Maiernigg

Süduferstraße 116

9020 Klagenfurt am Wörthersee

Freitag, 23.07.2021

Ersatztermin: Freitag, 30.07.2021

10:00 - 12:00 Uhr

Strandbad Egg am Faaker See

Egger Seeuferstraße 80

9580 Villach

14:00 - 16:00 Uhr

Strandbad Velden

Seepromenade 7

9220 Velden am Wörthersee

17:00 - 18:30 Uhr

Strandbad Loretto

Lorettoweg 48

9020 Klagenfurt am Wörthersee

Samstag, 24.07.2021

Ersatztermin: Samstag, 31.07.2021

10:00 - 15:00 Uhr

Strandbad Klagenfurt

Metnitzstrand 2

9020 Klagenfurt am Wörthersee

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Tipps und Informationen

Nachstehend einige Tipps und Informationen, um Sommer und Sonne ohne Reue genießen zu können: 

  • Meiden Sie zwischen 11.00 – 15.00 Uhr direktes Sonnenlicht, da in diesem Zeitraum 80 Prozent der Gesamttages-UV-Strahlung freigesetzt wird. Hier sollte der Aufenthalt in der Sonne überhaupt vermieden werden. Achtung: selbst im Schatten dringen bis zu 50 Prozent der UV-Strahlen vor.
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel entsprechend Ihrem Hauttyp. Bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzmittels kommt es auf die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut an. Das ist jene Zeit, in der ein Aufenthalt in der Sonne ohne Sonnenbrand möglich ist. Diese Zeit ist je nach Hauttyp unterschiedlich lange. Ganz helle Menschen und Kinder haben eine Eigenschutzzeit von maximal zehn Minuten, bei Menschen mit dunklerem Teint kann sie bis zu 30 Minuten betragen. Bei südländisch-dunkler Haut und Vorbräunung ist die Eigenschutzzeit noch länger.

    Die Eigenschutzzeit verlängert sich je nach Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels:
    Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = tägliche erlaubte Aufenthaltszeit in der Sonne in Minuten


  • Tragen Sie das Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne gleichmäßig und ausreichend auf die Haut auf (Empfehlung: sechs Esslöffel).
  • Nach dem Schwimmen oder auch wenn man schwitzt sollte man sich regelmäßig einschmieren.
  • Stark gefährdete Körperstellen wie Nasenrücken, Stirn, Ohren, Hände, Unterarme sowie Lippen besonders gründlich eincremen.
  • Tragen Sie qualitativ hochwertige Sonnenbrillen, um auch Ihre Augen zu schützen.
  •  Vor allem Kinder haben noch kein voll entwickeltes Selbstschutzsystem und sollten sich daher vorwiegend im Schatten aufhalten, entsprechende Kleidung tragen und Sunblocker (höherer LSF-Faktor) verwenden.
  • Ist die Haut rot, hitzt und schmerzt, helfen schmerzstillende Medikamente, kalte Umschläge und spezielle Pflegeprodukte (z.B. After Sun Lotions).


Das ABC der Melanom-Früherkennung -  Grundsätzlich sollte jeder Mensch seine Muttermale laufend beobachten und kontrollieren lassen. Durch Hautschädigungen können sich ungefährliche Muttermale schnell zu bösartigen Melanomen entwickeln. Wird eine Veränderung rechtzeitig bemerkt, kann das Muttermal entfernt werden.  

  • Asymmetrie: Gutartige Muttermale sind rund und symmetrisch. Melanome wachsen ungleichmäßig, meist stärker in eine Richtung.
  • Begrenzung: Muttermale sind scharf zur normalen Haut hin abgegrenzt. Melanome haben eine zackige, unregelmäßige Begrenzung.
  • Colorit (Farbe): Muttermale sind einheitlich hell- bis dunkelbraun. Melanome weisen unterschiedliche Braun-, Schwarz-, Rot-, Grau- oder Weißtöne auf.
  • Durchmesser: Muttermale bleiben über lange Zeit gleich groß. Melanome hingegen nehmen an Größe, Dicke und Umfang zu.


Ist ein Muttermal in einer oder mehreren dieser Kategorien auffällig, sollte zur Abklärung eine Hautärztin bzw. ein Hautarzt aufgesucht werden.


Sie wollen Ihren Hauttyp und Ihre Eigenschutzzeit wissen oder haben Fragen rund um das Thema Hautgesundheit? Nähere Informationen finden Sie unter www.gesundheitskasse.at/hautschutz oder kontaktieren Sie Ihre Hautärztin bzw. Hautarzt des Vertrauens.

Veröffentlicht am 12.07.2021