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27.000 Über-80-Jährige geimpft – Solidarität als Kampfansage gegen das Virus

Das Solidaritätsprinzip, nach dem auch die österreichische Krankenversicherung funktioniert, gilt ganz besonders auch in Zeiten der Krise. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat daher in Kärnten mehr als 27.000 Über-80-Jährigen geimpft und leistete somit einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie. 

Coronaimpfung. Bild Shutterstock/Rido

 Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat das Leben vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Doch mit der Corona-Schutzimpfung eröffnete sich Anfang 2021 die große Chance das Virus aufzuhalten. Schnell war klar, dies kann nur durch gemeinsame Anstrengungen und einen Schulterschluss aller Verantwortlichen im Gesundheitsbereich funktionieren. Daher hat sich die ÖGK in Kärnten der Herausforderung gestellt und sich der Organisation der Impfaktion der Zielgruppe 80plus angenommen. Um die Impfung flächendeckend und möglichst wohnortnah durchführen zu können, unterstützte die Österreichische Gesundheitskasse das Land Kärnten: So konnten seit Mitte Jänner mehr als 27.000 Über-80-Jährige geimpft werden.  

Die Anfänge – eine Rückschau 

Innerhalb weniger Tage stellte die ÖGK kärntenweit Impfstraßen zur Verfügung, um so am 16. Jänner 2021 die ersten Über-80-Jährigen mit dem präventiven Impfstich zu versorgen. Der organisatorische Aufwand bei der Betreuung der Zielgruppe war groß, es mussten viele Faktoren wie Mobilität, Versorgung und Erreichbarkeit bei der Planung berücksichtigt werden. Impftermine wurden telefonisch vereinbart, weil eine Terminvergabe per SMS oder E-Mail bei dieser Zielgruppe nicht sinnvoll wäre. Mehr als 30 ÖGK-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter in ganz Kärnten unterstützten laufend bei der Terminvergabe. 

Landesstellenausschussvorsitzender der ÖGK in Kärnten, Georg Steiner, MBA, blickt stolz auf diese Zeit zurück: „Es ist beeindruckend, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ärztinnen und Ärzte hier geleistet haben. Neben dem Tagesgeschäft waren sie mit Herz und Seele dabei und haben auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet, um unsere Impflinge bestmöglich zu betreuen.“ Für Steiner ist die Abwicklung der Impfaktion rundum gelungen: „Neben der Betreuung vor Ort lag auch die Hilfestellung und Beantwortung von zahlreichen schriftlichen und telefonischen Anfragen im Fokus. Durch diese Vorgehensweise war es möglich auf individuelle Einzelfälle einzugehen.“ 

Ausweitung und Fortschritt 

Der Umgang mit dem BioNTech/Pfizer Impfstoff war aufgrund des Transports, der besonderen Lagerung und der begrenzten Haltbarkeit ebenso eine Herausforderung. Daher wurde anfangs ausschließlich in den Kundenservicestellen der ÖGK geimpft, erst später wurde auch in größeren, externen Räumlichkeiten geimpft. Um die Zielgruppe der Über-80-Jährigen auch in abgelegenen Regionen zu erreichen bzw. zu impfen, wurden auf Initiative der Österreichischen Gesundheitskasse und in Absprache mit dem Land Kärnten sowie mit dem Gemeindebund 13 Regionen definiert. Vom Lesachtal bis hin nach St. Paul im Lavanttal konnten zusätzlich knapp 5.000 Personen geimpft werden. Durch die Ausweitung der Regionen und den ökonomischen Umgang mit den Impfstoffen, wurden bis 5. Mai 2021 mehr als 27.000 Personen vollimmunisiert (d.h. 54.000 Impfungen).  Möglich war dies nur durch den solidarischen Einsatz sämtlicher Partnerinnen und Partner, denn neben den ÖGK-Ärztinnen und Ärzten, die in den Impfstraßen sowie in den entlegensten Tälern geimpft haben, unterstützte auch die Ärztekammer für Kärnten mit medizinischem Personal. Damit es überhaupt erst zu einer Impfung kommen konnte, war die Aufbereitung der Impfstoffe durch die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten der Apothekerkammer – Landesgeschäftsstelle Kärnten unerlässlich. All jene Über-80-Jährigen, die sich erst zu einem späteren Zeitpunkt angemeldet haben oder sich erst jetzt über die Vormerkplattform des Landes Kärnten (www.kaernten-impft.ktn.gv.at) anmelden, bekommen natürlich noch die Möglichkeit sich in den Impfstraßen des Landes impfen zu lassen.  

Die Dankbarkeit über die gut organisierten Impfungen, aber auch die individuelle Betreuung war groß. So wurden zahlreiche Briefe und E-Mails mit dankenden Worten an die ÖGK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter versendet, die gerade in diesen Zeiten sehr gut tun.  

Ausblick 

Das war jedoch noch nicht alles: Die ÖGK in Kärnten unterstützt das Land Kärnten auch weiterhin bei der Durchführung der Impfungen und führt unter der Woche die Impfungen, der zuvor definierten Zielgruppen, durch. In diesem Zusammenhang stellt die Österreichische Gesundheitskasse das dafür notwendige Personal zur Verfügung. Die Terminvergabe sowohl für die erste als auch die zweite Teilimpfung erfolgt hier ausschließlich über die Vormerkplattform des Landes Kärnten.