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Unser erstes Jahr als Österreichische Gesundheitskasse

Über Fusion, Corona und geplante Innovationen für unsere Versicherten.


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Wie wir die Fusion vorantreiben

Gleiche Leistung, gleiche Beiträge

Gleiche Leistungen vom Bodensee bis zum Neusiedlersee war das ambitionierte Ziel vor der Fusion der neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse. Das ist gelungen, und zwar auf höchstem Niveau. Der Bezug des Krankengeldes wurde bundesweit auf bis zu 78 Wochen ausgedehnt, die Selbstbehalte bei Krankentransporten wurden abgeschafft und der Maximalbetrag für Heilbehelfe und Hilfsmittel wurde auf 1.432 Euro angehoben, für Rollstühle oder Prothesen gibt es sogar Zuschüsse von bis zu 3.580 Euro. Auch das Jahr 2021 bringt den Versicherten im Bereich der Heilbehelfe und Hilfsmittel zahlreiche Erleichterungen. So sind Standardhörgeräte künftig bewilligungsfrei und auch die Abgabe von Produkten im Bereich der „saugenden Inkontinenz“ wird vereinfacht. Darüber hinaus regelt ein Gesamtvertrag für Orthopädietechnik künftig die bundeseinheitliche Versorgung mit Produkten wie Prothesen und Kompressionsbehelfen.

Integrationsprogramm IP2020+

Es ist das Herzstück der Fusion: Vier Strukturprojekte, 40 Portfolioprojekte und 72 Teilprojekte verbergen sich hinter den Namen IP2020+. Mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten daran, die Fusion voranzutreiben und die ÖGK zu einem kundenorientierten und innovativen Gesundheitsdienstleister zu machen.



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Wie wir in der Coronakrise gehandelt haben

Visitendienste

Wer an Covid-19 erkrankt ist oder sich in Quarantäne befindet, muss zuhause bleiben, lautet die Devise. Damit die Kranken gut versorgt sind, hat die Österreichische Gesundheitskasse zusammen mit Kooperationspartnern Covid-Visitendienste in ganz Österreich eingerichtet. Patientinnen und Patienten werden auf diese Weise engmaschig und konsequent unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen versorgt. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam mit den Ländern.

Infektionsordinationen

Infektionsordinationen sollen dabei helfen, Covid-19-Verdachtsfälle von Patientinnen und Patienten mit anderen Krankheitsbildern zu trennen. Dort werden Symptome abgeklärt und Testungen übernommen. Sie wurden an verschiedenen Standorten in Österreich eingerichtet. Ein Beispiel dafür stellen die Checkboxen in Wien dar. Diese stehen Patientinnen und Patienten täglich von 07.00 bis 19.00 Uhr zur Abklärung ihrer Symptome und auch zur Durchführung von Antigentestungen zur Verfügung. Den Betrieb der mobilen Ordinationen ermöglicht die Österreichische Gesundheitskasse gemeinsam mit dem Ärztefunkdienst sowie der Stadt Wien.

Kostenlose telefonische Hilfe bei psychischen Belastungen

Die Coronakrise ist Gesundheits- und Wirtschaftskrise zugleich. Die Angst um die eigene Gesundheit sowie die der Angehörigen, aber auch die  Sorge, den Job zu verlieren, sind eine große psychische Belastung. Umso wichtiger ist es, schnelle, niederschwellige Hilfe bei psychischen Krisen zu ermöglichen. Die Österreichische Gesundheitskasse hat daher auf dem Höhepunkt der Krise dabei mitgewirkt, dass die Erreichbarkeit der Helpline des Berufsverbands der Österreichischen Psychologinnen ausgeweitet werden konnte. Um langfristig die Versorgung bei psychischen Krankheiten zu verbessern, wurde der Ausbau der Psychotherapie als Sachleistung in den nächsten drei Jahren um 300.000 Stunden beschlossen.

Schutzausrüstung

Die Pandemie traf Österreich unvorbereitet: In kurzer Zeit mussten Schutzmasken und Schutzausrüstung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheitspersonal organisiert werden. Hier ist die Österreichische Gesundheitskasse eingesprungen und hat Schutzausrüstung in ständiger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege sowie dem Roten Kreuz zur Verteilung gebracht. Im Herbst hat die ÖGK auch dazu den gesetzlichen Auftrag erhalten und entsprechende Vorkehrungen getroffen. 



Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention haben auch während der Pandemie einen hohen Stellenwert für die Österreichische Gesundheitskasse. So wurden die erfolgreichen Kurse „Richtig essen von Anfang an“ oder diverse Vorträge zum Thema Männergesundheit im Zuge der „Movember“-Aktion online abgehalten.


Medizinischer Dienst

Wer länger im Krankenstand ist, muss häufig zur Kontrolle. Seit dem ersten Lockdown im März ist nun eine aktenlagige Beurteilung durch den Medizinischen Dienst möglich. Das heißt, dass Patientinnen und Patienten nicht mehr extra anreisen müssen: Sie sparen nicht nur Zeit, sondern reduzieren dadurch auch ihr Infektionsrisiko.


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Wie wir die Krise als Chance sehen

Bewilligungspflicht ausgesetzt

Um Versicherten den Alltag zu erleichtern, hat die Österreichische Gesundheitskasse zahlreiche Maßnahmen eingeführt. Für Heilbehelfe und Hilfsmittel bis 1.500 Euro ist keine Bewilligung notwendig. Dasselbe gilt für Arzneimittel (nach definierten Kriterien) und alle Transportarten.

e-Rezept

Das e-Rezept ist eine Erfolgsgeschichte. Die elektronische Übermittlung von Medikamentenverordnungen ist mittlerweile kaum mehr aus dem Alltag von Patientinnen und Patienten, aber auch von Ärztinnen und Ärzten wegzudenken. Es spart Wegzeit und schränkt Kontakte ein. Gerade für chronisch Kranke ist es eine unbürokratische Möglichkeit auch während der Pandemie die verordneten Medikamente zu bekommen. Darüber hinaus wurden die Wahlarztrezepte den Kassenrezepten gleichgestellt und unterliegen daher keiner gesonderten Anerkennungspflicht mehr.

Telemedizin

Der erste Lockdown hat rasches Handeln verlangt. Dabei war es wichtig, dass Patientinnen und Patienten auch weiterhin Kontakt zu ihren Ärztinnen und Ärzten haben. Die Österreichische Gesundheitskasse hat daher für ihre Vertragspartnerinnen und Vertragspartner die Möglichkeit geschaffen, Patientinnen und Patienten telemedizinisch zu beraten und zu behandeln. Das gilt auch für Psychotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

visit-e 

Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown haben gezeigt: Telemedizin ist eine wertvolle Ergänzung in der medizinischen Versorgung. Das wurde sowohl von Patientinnen und Patienten als auch von Ärztinnen und Ärzten sehr gut angenommen. Deshalb hat die Österreichische Gesundheitskasse gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie IT-Partnern visit-e erarbeitet. Ziel war es, einen einfachen und gleichzeitig sicheren Zugang zu ermöglichen. Das ist mit visit-e gelungen. Damit stellt die Österreichische Gesundheitskasse ihren Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern ein sicheres und optimales Programm zur Online Konsultation zur Verfügung. In Salzburg und Oberösterreich wurden bereits Vereinbarungen für Telemedizin mit den jeweiligen Landesärztekammern abgeschlossen.


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Die ÖGK in Zahlen

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Wie wir die Versorgung mit innovativen Ansätzen gestalten

Primärversorgungseinheiten


Der Ausbau der Primärversorgung ist ein besonderes Anliegen der Österreichischen Gesundheitskasse. Diese bietet den Versicherten eine leicht zugängliche sowie umfassende Versorgung bei langen Öffnungszeiten. Gleichzeitig ermöglicht die Primärversorgung den Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern in einem interdisziplinären Team zu arbeiten. Im Jahr 2020 wurden insgesamt sieben neue Primärversorgungseinrichtungen in der Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich eröffnet.

Ausbau Primärversorgungszentren im Jahr 2020

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Dislozierte Ambulanzen in der Steiermark

Seit Jahren gibt es in zwei Regionen in der Obersteiermark Schwierigkeiten Kassenplanstellen nachzubesetzen. Um eine Unterversorgung in diesen Regionen zu vermeiden, wurde im Juni in der Landeszielsteuerungskommission gemeinsam mit dem Land der Beschluss gefasst, zwei dislozierte Ambulanzen zu schaffen: Gynäkologie in der Region Murtal-Murau sowie Kinderheilkunde im Ennstal/Liezen Die Basisversorgung soll an diesen Orten über Krankenanstalten erfolgen, die Österreichische Gesundheitskasse übernimmt die Ausgaben für Personal und Gerätschaften. 


Transitionsambulanz Iona Wien

Krebs im Kinder- und Jugendalter ist in vielen Fällen gut behandelbar. Nach einer erfolgreichen Therapie bleiben Betroffene für Nachsorgeuntersuchungen in ihrem gewohnten Krankenhaus. Im niedergelassenen Bereich müssen sie sich diese jedoch selbst organisieren. Die Österreichische Gesundheitskasse hat daher in ihrem Gesundheitszentrum Mariahilf eine interdisziplinäre onkologische Nachsorgeambulanz geschaffen. Dadurch kann eine altersgerechte, medizinische und psychosoziale Langszeitnachsorge an einem Ort erfolgen. Möglich macht das eine Kooperation mit der Stadt Wien.

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Wie wir Kundenservice verstehen

Einheitliche Öffnungszeiten

Bisher waren die Öffnungszeiten der Kundenservicestellen der Österreichischen Gesundheitskasse unterschiedlich. Das ändert sich mit 2021: Ab dann haben ausgewählte Kundenservicestellen in den Landeshauptstädten wochentags von 07.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Mein Check-In

Um einfachere Anträge rasch bearbeiten zu können, werden Check-In Schalter eingerichtet. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen, persönliche Beratungstermine online zu vereinbaren. Das betrifft die Themenbereiche e-Card mit Foto, Handysignatur, Krankenstand, Mitversicherung, Rezeptgebührenbefreiung sowie Schwangerschaft und Geburt.

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Wie wir Unternehmen unterstützen

Gemeinsame Prüfung der Lohnabgaben und Beiträge

Seit 1. Juli 2020 wird die Prüfung lohnabhängiger Abgaben wieder von der Österreichischen Gesundheitskasse und der Finanz gemeinsam durchgeführt. Das vereinte Expertenwissen ermöglicht eine gezieltere Information und Beratung. Gleichzeitig ist auch die Sicherung der Beitragsgrundlagen und Versicherungszeiten gewährleistet. 

Single Point of Contact 

Mit dem Single Point of Contact (Spoc) wurde ein bundesweiter Ansprechpartner für Dienstgeberinnen und Dienstgeber mit Niederlassungen in unterschiedlichen Bundesländern geschaffen. Das ist die  unbürokratische Antwort der Österreichischen Gesundheitskasse auf vielfältige Unternehmenskulturen. Wesentliche Fragen zu Melde, Versicherungs- und Beitragswesen werden von einer Stelle beantwortet, koordiniert und abgewickelt.

Stundungspakete

Die Österreichische Gesundheitskasse hat in den vergangenen Monaten Unternehmen mit Stundungspaketen bestmöglich durch die Coronakrise begleitet. So können die Beiträge für die Zeiträume Februar bis April 2020 (verzugszinsenfrei) sowie Mai bis Dezember 2020 bei weiterhin andauernden coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten gestundet und in Raten geleistet werden. Das nun im Dezember vom Nationalrat beschlossene Maßnahmenpaket soll auch über das Jahr 2020 hinaus den Wirtschaftsstandort sichern. Die Betriebe können sich weiterhin auf die Unterstützung durch die ÖGK verlassen.


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Danksagung


Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Österreichischen Gesundheitskasse für Ihre Unterstützung und gute Zusammenarbeit!