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Information für Wochengeldbezieherinnen im Zusammenhang mit Kurzarbeit

Ärztin führt Ultraschalluntersuchung an schwangerer Frau durch / Bildquelle: Anna-Om/shutterstock.com

Bei der Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes – und somit auch bei der Berechnung des Wochengeldes - bleiben Zeiten der Kurzarbeit außer Betracht, was bei manchen Schwangeren zu einer Schmälerung des Wochengeldes bzw. sogar zu Ansprüchen in Höhe von € 0,- führte. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn vor der Kurzarbeit ein geringerer oder kein Verdienst erzielt wurde, weil Dienstnehmerinnen vor der Kurzarbeit aus der Karenz zurückkehrten. Um diesen unerwünschten Effekt zu vermeiden, wurde seitens des Gesetzgebers nun eine Regelung gefunden, der sogenannte Günstigkeitsvergleich.

Die Österreichische Gesundheitskasse bittet betroffene Dienstnehmerinnen sich bei der zuständigen Kundenservicestelle darüber zu informieren, welche Schritte zu setzen sind.

Rechenbeispiel

Ein Beispiel zur besseren Verständlichkeit:

  • Karenz nach dem MschG bis 15.03.2020
  • Kurzarbeit von 16.03. – 31.05.2020
  • Mutterschutz Beginn: 10.06.2020


Der Bemessungszeitraum für den maßgeblichen Arbeitsverdienst wäre von 01.03. – 31.05. (3 Monate). Da ab 16.03. Kurzarbeit vorlag, die nicht zur Bemessung herangezogen wird, bleibt zur Ermittlung des Wochengeldes lediglich der Zeitraum 01.03. – 15.03. über. Da in diesem Zeitraum kein Arbeitsverdienst gebührte errechnet sich ein Wochengeldanspruch in der Höhe von € 0,-.

Für diese Fälle wird nun der Arbeitsverdienst aus der Kurzarbeit sowie die Kurzarbeitsunterstützung für die Berechnung des Wochengeldes für den Zeitraum 01.03.2020 – 31.05.2020 herangezogen.

Auf dem Dienstgeber-Portal finden Sie weitere Informationen zum Wochengeld im Zusammenhang mit Kurzarbeit.