DRUCKEN

Schrittweiser Abbau von coronabedingten Beitragsrückständen

ACHTUNG: BEITRAG UNAKTUELL!!!
Aktuelle Informationen finden Sie unter folgendem Link: zum Beitrag ...

Veröffentlichung: Newsletter Nr. 1/Jänner 2021 sowie Newsletter Nr. 2/Februar 2021 


Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) steht den Wirtschaftstreibenden seit Beginn der Covid-19-Pandemie zur Seite. Mehrere Maßnahmenpakete haben bislang dazu beigetragen, den heimischen Wirtschaftsstandort weitgehend zu sichern. Bis dato wurden seitens der ÖGK rund 58.500 Stundungsanträge und 7.200 Ratenvereinbarungen auf unbürokratische Weise im Sinne der Dienstgeber erledigt.

Nun bedarf es weiterer gemeinsamer Anstrengungen, um die coronabedingten Außenstände sukzessive und in geordneter Art und Weise abzubauen. Wichtig ist dabei, die Existenz der Unternehmen, die unverschuldet von Liquiditätsproblemen betroffen sind, nicht zu gefährden. 

Vor diesem Hintergrund wurde vom Gesetzgeber Ende 2020 ein umfangreiches Unterstützungspaket beschlossen. Die darin enthaltenen Maßnahmen verteilen sich auf mehrere Phasen. Die ÖGK und die Finanzbehörden gehen hier akkordiert vor. 

zum Seitenanfang springen

Zahlungsziel 31.3.2021

In einem ersten Schritt ist gesetzlich vorgesehen, dass die aufgelaufenen Rückstände aus den Beitragszeiträumen Februar 2020 bis Februar 2021 spätestens bis zum 31.3.2021 zu begleichen sind. 

Ist dies aus Gründen der Unternehmensliquidität nicht gänzlich möglich, kann die ÖGK Ratenzahlungen bis längstens 30.6.2022 gewähren (Phase 1). In einer zweiten Phase können unter erhöhten Voraussetzungen weitere Zahlungserleichterungen bis längstens 31.3.2024 beantragt werden. 

Eine Zusammenfassung der rechtlichen Rahmenbedingungen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten finden Sie hier:

Unterstützungsmaßnahmen für Betriebe werden verlängert

zum Seitenanfang springen

Zahlungsinformation im Februar

Im Hinblick auf den nahenden Zahlungstermin 31.3.2021 versendet die ÖGK im Februar eine Zahlungsinformation an die heimischen Betriebe. Damit erhalten die Dienstgeber einen aktuellen Überblick über ihre bis dato ausstehenden Beiträge. Dies erleichtert den von der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen eine frühzeitige Planung, wie die bestehenden Beitragsrückstände unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Möglichkeiten abgebaut werden können. 

zum Seitenanfang springen

Ratenanträge ab März möglich

Ist nach erfolgtem "Kassensturz" absehbar, dass die rückständigen Beiträge bis 31.3.2021 nicht zur Gänze beglichen werden können, kann ein Ratenansuchen gestellt werden. Ein dahingehender elektronischer Antrag steht den Unternehmen ab Anfang März in WEBEKU zur Verfügung.

WICHTIG: Automatische Stundungen von Rückständen sind nicht möglich. Eine Kontaktaufnahme mit der ÖGK ist auf jeden Fall erforderlich: Unsere regionalen Ansprechpartner beraten Sie gerne.

zum Seitenanfang springen

Kurzarbeit und Freistellungen

Werden Unternehmen Beiträge seitens des Bundes oder des Arbeitsmarktservice im Rahmen von Kurzarbeitsbeihilfen oder Erstattungen/Vergütungen nach dem Epidemiegesetz 1950 bzw. bei Freistellung von Risikopatienten ersetzt, sind diese jedenfalls an die ÖGK zu überweisen. Auf Grund der Zweckwidmung der Beiträge hat die Einzahlung bis zum 15. des auf die Zahlung zweitfolgenden Kalendermonates zu erfolgen. 

Achtung:
Nur wenn diese gesetzliche Verpflichtung erfüllt wird, können Ratenansuchen positiv behandelt werden. Die ÖGK überprüft den Eingang dieser Zahlungen laufend.

Abschließender Hinweis: Alle nicht-coronabedingten Rückstände sind von dieser Regelung nicht erfasst und sind zu den üblichen Terminen, Fristen und Konditionen zu begleichen.

Autor: Hannes Holzinger/ÖGK