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Betriebliche Vorsorge bei neuerlichem ­Wochengeldbezug

Veröffentlichung: Magazin DGservice Nr. 1/Jänner 2021


"Eine unserer Mitarbeiterinnen ist bis 2.7.2021 in Karenz (Abmeldung mit "Entgeltanspruch Ende" = 8.5.2019, "Betriebliche Vorsorge Ende" = 28.8.2019, "Abmeldegrund" = Karenz nach MSchG/VKG). Sie bezieht bis zum Ende der Karenz Kinderbetreuungsgeld. Nun ist eine neuerliche Schwangerschaft mit voraussichtlichem Geburtstermin 5.4.2021 eingetreten. 

Hat die Dienstnehmerin Anspruch auf Wochengeld? Wenn ja, ist für den Wochengeldbezug ein Beitrag zur Betrieblichen Vor­sorge zu leisten? Welche Meldungen sind zu erstatten?"

Tritt während der Karenz der Versicherungsfall der Mutterschaft ein, besteht ein Anspruch auf Wochengeld, wenn zu diesem Zeitpunkt auch ein Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld vorliegt. 

Unterliegt das karenzierte Dienstverhältnis der Betrieblichen Vorsorge, sind für den Zeitraum des neuerlichen Wochengeldbezuges erneut vom Dienstgeber Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge zu ­entrichten. Die Bemessungsgrundlage wird aus den drei Kalender­monaten vor dem Beschäftigungsverbot für das erste Kind gebildet. 

Eine Anmeldung bei Beginn des Wochengeldbezuges ("Betriebliche Vorsorge ab") sowie eine Abmeldung bei Ende des Wochengeldbezuges ("Betriebliche Vorsorge Ende") sind zu übermitteln. Auf der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) ist jene Beschäftigtengruppe zu verwenden, die vor dem Beschäftigungsverbot für das erste Kind zur Abrechnung übermittelt wurde. Als Verrechnungsgrundlage ist "BV-Verrechnung mit Zeit in der BV“ auszuwählen.

Die Redaktion

Autorin: Mag. (FH) Karina Sandhofer/ÖGK