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Inkontinenz: Windeln, Einlagen und Co.

Unkompliziert, schnell und zuverlässig: Mit Beginn des Jahres 2021 (in Wien ab 1.4.2021) vereinfachte die Österreichische Gesundheitskasse die Abgabe von Produkten im Bereich Saugende Inkontinenz. Die Verordnungen werden direkt und auf schnellem Weg erledigt. Die ÖGK hat bundesweit mit ihren Partnerunternehmen eine neue Regelung vereinbart.


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Geltungsbereich

Die neue Regelung gilt für Anspruchsberechtigte ab dem vollendeten vierten Lebensjahr
(= vierter Geburtstag). Die Versorgung erfolgt künftig über unsere Vertragspartnerbetriebe im Bereich saugende Inkontinenz. Das sind alle Orthopädietechniker und Orthopädietechnikerinnen bzw. Bandagisten in ganz Österreich sowie die Firma Lohmann und Rauscher. In Vorarlberg erfolgt die Versorgung durch eine eigene Abgabestelle der ÖGK.

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Verordnung und Abgabe

Für Windeln, Einlagen, Netzhosen etc. ist künftig nur mehr bei der erstmaligen Abgabe eine ärztliche Verordnung notwendig. Diese ist bewilligungsfrei und gilt als unbefristete Dauerverordnung.

Für Pants muss pro Quartal eine ärztliche Verordnung ausgestellt werden. Diese Produkte sind immer bewilligungspflichtig.

Tipp

Bezieht eine anspruchsberechtigte Person Windeln, Einlagen, Netzhosen etc. und Pants, so sind bei der erstmaligen Versorgung zwei gesonderte ärztliche Verordnungen auszustellen.

Anspruchsberechtigte haben eine allfällige Kostenbeteiligung für saugende Inkontinenzprodukte in der Höhe von zehn Prozent zu zahlen.

Für Versicherte, die in einem Alten-, Pflege- oder Wohnheim untergebracht sind, gilt die neue Regelung nur, wenn es nicht bereits eine gesonderte Vereinbarung zu saugenden Inkontinenzprodukten zwischen der Österreichischen Gesundheitskasse und dem jeweiligen Heim- bzw. dem Rechtsträger des Heimes gibt.

Unsere Vertragspartnerinnen und Vertragspartner stehen Ihnen mit Rat und Tat unterstützend zur Seite und beraten Sie gerne über unser umfangreiches Produktsortiment.

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Windeln, Einlagen, Netzhosen etc.

Eine ärztliche Verordnung ist bei der Erstversorgung notwendig und muss folgende Punkte enthalten:

  • Diagnose
  • verordneter Behelf

Diese Verordnung gilt danach unbefristet. Grundsätzlich wird die medizinisch benötigte Menge ausgegeben.

Indikation

  • alle Formen der Inkontinenz

Ausschlusskriterien

  • Bezug vor Vollendung des vierten Lebensjahres

 

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Pants

Eine ärztliche Verordnung ist immer notwendig, gilt jeweils für drei Monate und muss folgende Punkte beinhalten:

Diagnose

  • Grad der Inkontinenz
  • Bestätigung der Mobilität/Selbstständigkeit
  • bei Diagnose Demenz – zusätzlich die Angabe des MMSE-Wertes (Mini-Mental State Examination)
  • verordneter Behelf

Indikationen

  • Leichte bis mittlere Inkontinenz bei Demenz und gegebener eigenständiger Mobilität (MMSE kleiner 14 analog der Memantine im Erstattungskodex) – der Wert des Demenztests muss nur bei erstmaliger Verordnung angeführt werden

ODER

  • Leichte bis mittlere Inkontinenz
    • mit funktionellen Einschränkungen der Oberen Extremitäten (Parese, Plegie)
    • bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Zustand nach Insult, Multiple Sklerose, Infantile Cerebralparese, Plexusparese u.ä.)
    • nach Amputation mit funktionellen Einschränkungen im vergleichbaren Ausmaß

bei gegebener eigenständiger Mobilität/Selbstständigkeit

Ausschlusskriterien

  • Bettlägerigkeit (vollständige Immobilität)
  • schwere Inkontinenz
  • Bezug vor Vollendung des vierten Lebensjahres


Info

Bitte beachten Sie die maximalen Abgabezahlen pro Tag: Wenn Sie nur Pants beziehen, erhalten Sie max. zwei Stück pro Tag. Im Falle einer Mischversorgung (Pants und Windeln bzw. Einlagen) wird max. ein Pant pro Tag ausgegeben.

 

Zuletzt aktualisiert am 12. Januar 2021