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Informationen zur Beitragsvorschreibungen der ÖGK für 2019

Warum es zu Nachzahlungen bei Mehrfachbeschäftigten kommen kann

Mann mit mehreren Armen, die verschiedene Tätigkeiten ausüben / Bildquelle: Maslowski Marcin/shutterstock.com

Wer 2019 ein monatliches Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von 446,81 Euro hatte, war nur unfallversichert. Wer jedoch mehrfach beschäftigt war und in Summe über dieser Grenze verdiente, muss nun für die jeweiligen Monate Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung nachzahlen.

Die aktuellen Beitragsvorschreibungen der Österreichischen Gesundheitskasse treffen viele Versicherte unvermutet – vor allem jene, die keine monatliche Beitragsvorauszahlung beantragt haben. Mit den Nachzahlungen erwerben die Versicherten zusätzliche Ansprüche in der Pensions- und Krankenversicherung. 

Wer ist von einer Nachzahlung betroffen?

Eine Beitragsvorschreibung in der Kranken- und Pensionsversicherung entsteht dann,

  • wenn Sie eine (oder mehrere) geringfügige Beschäftigung(en) neben einer bereits bestehenden Vollversicherung ausgeübt haben.
  • wenn Sie zwei bzw. mehrere geringfügige Beschäftigungen ausgeübt haben und deren Entgelte in einem oder mehreren Kalendermonaten in Summe die Geringfügigkeitsgrenze (2019 EUR 446,81) überschritten haben.
  • wenn Sie eine fallweise Beschäftigung ausgeübt haben und mit mehreren Tagen einer fallweisen Beschäftigung innerhalb eines Kalendermonates die genannte Geringfügigkeitsgrenze überschritten haben.

Ausmaß der Beiträge

Die Beiträge sind im Ausmaß von insgesamt 14,12 % (3,87 % Krankenversicherung, 10,25 % Pensionsversicherung) der monatlichen Beitragsgrundlage zu leisten, wobei in den meisten Fällen 0,50 % Arbeiterkammerumlage bzw. 0,75 % Landarbeiterkammerumlage ebenfalls berechnet werden. Für Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) gelten die gleichen Berechnungssätze, jedoch ist hierfür mit Ausnahme der Landarbeiterkammerumlage in Kärnten keine Kammerumlage zu leisten.

Als Berechnungsbasis wird dabei ausschließlich das im Kalendermonat von den jeweiligen Dienstgebern monatlich übermittelte Einkommen aus der bzw. den geringfügigen Beschäftigung/en herangezogen.

Für Härtefälle bietet die ÖGK die Möglichkeit einer Ratenvereinbarung. 

Ihre Ansprechstellen

Nähere Informationen zur Ihrer persönlichen Beitragsvorschreibung erhalten Sie in Ihrer zuständigen Landesstelle der Österreichischen Gesundheitskasse unter 050 766 –

Wien – 112780
Steiermark    
– 154000
Oberösterreich  
– 14504293
Kärnten  
– 162821
Tirol 
– 181300
Salzburg 
– 17400
Niederösterreich – 126100
Burgenland  
– 135230
Vorarlberg    
– 197303 

                                                       

Wir empfehlen Ihnen, sich künftig ca. 15 % Ihres geringfügigen Einkommens für eine Nachzahlung zur Seite zu legen oder eine monatliche Beitragsvorauszahlung zu beantragen:

Antrag auf Beitragsvorauszahlung (659.8 KB)


Beispiele für mehrfache Beschäftigungen und ihre Vorschreibungssummen