DRUCKEN

Gebarungsvorschaurechnung der Österreichischen Gesundheitskasse November 2020

2020 steht im Zeichen der Coronakrise. Die seit acht Monaten dauernde Pandemie hat auch massive Auswirkungen auf die Finanzgebarung der Österreichischen Gesundheitskasse. Die Zahlen stabilisieren sich, doch die Krise ist noch nicht vorbei.

ÖGK Logo

Die Gebarungsvorschaurechnung im November weist einen Bilanzverlust in der Höhe von 194 Millionen Euro aus. Noch im August war die Prognose deutlich pessimistischer, damals rechnete die Österreichische Gesundheitskasse mit einem Defizit von 447 Millionen Euro. Auf dem Höhepunkt der Krise im April 2020 waren um 200.000 Arbeitslose mehr gemeldet als im April des Vorjahres. Doch die neuesten Daten, die auf einer aktualisierten Wirtschaftsprognose beruhen, zeigen, dass vor allem die Sommermonate mehr Beitragseinnahmen brachten als ursprünglich angenommen.

Auch die offensiven Maßnahmen der Bundesregierung und die gute Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, wie die Verlängerung der Kurzarbeit, konnten die Folgen des ersten Lockdowns auf die Österreichische Gesundheitskasse abfedern. Bereits einkalkuliert ist die Soforthilfe des Bundes in der Höhe von 60 Millionen Euro.

Dennoch sind die langfristigen Auswirkungen der coronabedingten Wirtschaftskrise schwer einzuschätzen. Im Februar 2020 kalkulierte die Österreichische Gesundheitskasse noch mit einem Plus der Beitragseinnahmen für pflichtversicherte Erwerbstätige von 4,2 Prozent, bei der aktuellen Prognose wurde aber der Vorjahreswert herangezogen.

Trotz schwieriger finanzieller Lage hat die Österreichische Gesundheitskasse diese erste Prüfung bestanden: Sie war und ist ein verlässlicher Partner für ihre Versicherten, Vertragspartner und Dienstgeber. Während des Lockdowns bleiben die mehr als 100 Gesundheitszentren und 62 Zahngesundheitszentren geöffnet und bieten konsequent beste Leistungen für die Versicherten.