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Grippeimpfung 2020 / 2021 in Oberösterreich

Ein Programm der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für die Grippeimpfung gibt es diese Saison für Risikogruppen. Der Impfstoff wird an jene Vertragsärzte geschickt, die im Vorjahr an der gemeinsamen Grippeimpfaktion von ÖGK, Ärzte- und Apothekerkammer teilgenommen haben.

Bildquelle Shutterstock: Impfen

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An wen richtet sich das Grippeimpfprogramm der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)?

Die neu gestaltete Grippeimpfung der ÖGK in Oberösterreich richtet sich an Risikogruppen, die zwei der drei folgenden Voraussetzungen erfüllen:  

  • Alter ab 65 Jahren
  • risikorelevante Vorerkrankung/en
  • Rezeptgebührenbefreiung


Die ÖGK übernimmt dabei sowohl die Kosten für den Impfstoff als auch den Impfstich. 

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Welche Vertragsärzte und Vertragsärztinnen können sich am ÖGK-Impfprogramm beteiligen?

Wir haben jene Vertragsärzte eingeladen, sich zu beteiligen, die schon im Vorjahr an der Grippeimpfaktion teilgenommen haben. Die betroffenen Vertragsärzte wurden brieflich informiert. Sie können ihr Impfkontingent bei der ÖGK anfordern. Insgesamt stehen 20.000 Impfdosen zur Verfügung. 

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Warum können nicht alle Vertragsärzte am Grippeimpfprogramm teilnehmen?

Die ÖGK hat in Oberösterreich für das Grippeimpfprogramm nur rund ein Drittel der Impfstoffmenge der vergangenen Jahre, nämlich ca. 20.000 Impfdosen, zugesagt bekommen. Der Grund: Die Nachfrage nach Grippeimpfstoff ist heuer auf dem Weltmarkt wegen der Corona-Pandemie überdurchschnittlich hoch. Gleichzeitig ist die Produktion sehr komplex und langwierig, die Vorlaufzeiten sind enorm, weshalb nachträgliche Bestellungen oft nicht funktionieren. Wir mussten daher unser Grippeimpfprogramm den neuen Umständen anpassen und können nicht so umfangreich liefern, wie sich das viele Vertragsärzte wünschen. Auch andere Institutionen des Gesundheitswesens haben mit der schwierigen Marktlage zu kämpfen. 

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Warum wurde das Thema Grippeimpfung nicht von Anfang an österreichweit einheitlich geplant?

Das liegt daran, dass die Kompetenzen derzeit unterschiedlich verteilt sind. Impfungen sind grundsätzlich eine Angelegenheit der staatlichen Gesundheitsbehörden und nicht der Sozialversicherung. Einzelne Impfprogramme bzw. Zuschüsse in manchen Bundesländern waren immer freiwillige Leistungen einzelner Sozialversicherungen.

Aktivitäten beim Thema Grippeimpfung setzen neben Bund und Ländern auch die Apotheken. Die Österreichische Gesundheitskasse wird sich dafür einsetzen, dass es im Bereich der Grippeimpfung in Zukunft ein bundesweit koordiniertes Vorgehen gibt – wir können in diesem Bereich jedoch nicht allein entscheiden.

Zuletzt aktualisiert am 14. Oktober 2020