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ÖGK-Antikörperstudie erfolgreich abgeschlossen

Schmuckbild / Bildquelle: Naumova Marina/shutterstock.com

Anfang Juli starteten in der Österreichischen Gesundheitskasse österreichweit Antikörpertestungen (Tests auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen Covid-19) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf freiwilliger Basis.  Diese Studie ist nun abgeschlossen und wird in Fachmedien publiziert.

Warum wurde diese Studie durchgeführt?

Die erklärten Ziele der ÖGK Studie war die Erhöhung der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch genaue Ermittlung der Durchseuchungsrate sowie die Ermittlung von bisher nicht erkannten und bereits länger zurückliegenden Infektionen. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Entwicklung der Immunität besser zu verstehen.

Der Ablauf der Studie

Jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der österreichischen Gesundheitskasse, die sich freiwillig dazu gemeldet haben, wurden im Juli 2020 auf das Vorhandensein von Antikörper gegen das Coronavirus mittels Schnelltests untersucht. Dabei nahmen knapp 70% aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem positiven Schnelltest wurden zu einer venösen Blutabnahme für die Bestätigungstests eingeladen. Im August wurden die Blutabnahmen in Kooperation mit dem Institut für Med. und Chem. Labordiagnostik, Hanusch HK und Graz, GZ Klagenfurt sowie öffentlichen und privaten Labore österreichweit erfolgreich durchgeführt.

In der letzten Phase erfolgte im September die Durchführung der Bestätigungstests in Kooperation mit dem Institut für Med. und Chem. Labordiagnostik, Hanusch KH und Graz sowie Virologie der Med. Universität Wien.

Die Ergebnisse

  • Insgesamt 1.83% der getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (N=144) wurden mit dem Schnelltest positiv getestet. Diese Personen wurden in einem weiteren Schritt zu einer venösen Blutabnahme für die Bestätigungstests eingeladen.
  • Mittels Neutralisationstest als Goldstandard konnten 89 der Ergebnisse des Schnelltests bestätigt werden. 
  • Durch die ÖGK Antikörper-Studie konnten verlässliche Daten zur Anzahl der Personen mit SARS-CoV-2-Antikörpern in einzelnen Regionen und in spezifischen Bevölkerungsgruppen ermittelt werden (Immunstatus).
  • Im Rahmen weiterer Maßnahmen (Surveillance Programm) kann beobachtet werden, ob diese Personen sich trotz Antikörper erneut anstecken können (Immunität). 
  • Die Ergebnisse der ÖGK Studie zeigen, dass die Prävalenz* innerhalb der untersuchten Population höher war als jene der in Österreich beschriebenen Fallzahlen. Es wurden mehr asymptomatische Personen identifiziert.
  • Zusätzlich zeigen die Studiendaten, dass durch die gesetzten Sicherheitsmaßnahmen eine SARS-CoV-2 Ausbreitung bzw. Clusterbildung in den ÖGK-Einrichtungen, insbesondere im Schwerpunktspital Hanusch, vermieden werden konnte.

 

* Die Prävalenz gibt an wie viele Personen einer bestimmten Gruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.