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Anspruchsvoraussetzungen


Voraussetzungen für einen Anspruch auf Familienzeitbonus sind

  • Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind,
  • Lebensmittelpunkt von Vater, Kind und anderem Elternteil in Österreich,
  • ein auf Dauer angelegter (mind. 91-tägiger) gemeinsamer Haushalt mit dem Kind und dem anderen Elternteil sowie idente Hauptwohnsitzmeldungen von allen drei Personen,
  • Inanspruchnahme der Familienzeit und
  • Erfüllung des Erwerbstätigkeitserfordernisses.
  • Für Nicht-Österreicher/innen zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (NAG-Karte) bzw. die Erfüllung bestimmter asylrechtlicher Voraussetzungen von Vater, Kind und anderem Elternteil.

Erwerbstätigkeitserfordernis vor/nach der Familienzeit

Der Vater muss in den letzten 182 Kalendertagen unmittelbar vor Bezugsbeginn durchgehend eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit tatsächlich und ununterbrochen ausüben (Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit von bis zu 14 Tagen sind unschädlich). Zudem dürfen im relevanten Zeitraum vor Bezugsbeginn keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen werden.

Zeiten der Väterkarenz bis maximal zum 2. Geburtstag des älteren Kindes sind der Ausübung der kranken- und pensionsversicherungsrechtlichen Ausübung einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt.

Tipp

Während der Familienzeit ist es nicht erlaubt, eine andere Erwerbstätigkeit auszuüben, es darf daher auch keine neue Erwerbstätigkeit begonnen werden. Weiters dürfen keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld, etc.) bezogen sowie keine Entgeltfortzahlung aufgrund von oder bei Krankheit erhalten werden.

Nach der Familienzeit ist die unmittelbar davor ausgeübte Erwerbstätigkeit direkt im Anschluss an die Familienzeit wiederaufzunehmen. Eine direkt anschließende Karenz / Freistellung ist nicht möglich. Eine direkt anschließende Karenz / Freistellung ist nicht möglich.

Familienzeit

Die Familienzeit bezeichnet den Zeitraum der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit(en) unter Abmeldung von der Sozialversicherung, ohne Gehaltsbezug und ohne Bezug anderer (staatlicher) Leistungen.

Als Familienzeit gilt etwa ein mit der Dienstgeberin/mit dem Dienstgeber vereinbarter Sonderurlaub gegen Entfall der Bezüge oder der Antritt einer Frühkarenz im öffentlichen Dienst oder auch eine Freistellung anlässlich der Geburt des Kindes („Papamonat“); alle diese Freistellungen gelten dann als Unterbrechung zum Zwecke der Familienzeit, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen nach dem Familienzeitbonusgesetz erfüllt werden. Insbesondere beim „Papamonat“ bestehen derartige Abweichungen von den Regelungen des Familienzeitbonus, dass hier bereits im Vorfeld besonders darauf zu achten ist, um Anspruchsverluste zu verhindern.

Tipp

Ein Gebührenurlaub bzw. ein Krankenstand stellen keine Unterbrechung der Erwerbstätigkeit dar, daher gebührt für solche Zeiträume kein Familienzeitbonus.


Auch selbständig Erwerbstätige können Familienzeit in Anspruch nehmen, dazu müssen sie ihre Tätigkeit ebenfalls unterbrechen (z. B. Abmeldung von der Sozialversicherung, Ruhendmeldung des Gewerbes, Meldung bei der Kammer etc.).

Bei Ausübung mehrerer Erwerbstätigkeiten müssen alle Erwerbstätigkeiten unterbrochen werden.