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Arbeitsrechtliche Bestimmungen


Unter Karenz versteht man den arbeitsrechtlichen Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung gegen Entfall des Entgeltes. Der Anspruch auf Karenz besteht längstens bis zum zweiten Geburtstag des Kindes, unabhängig davon, ob nur ein Elternteil oder beide abwechselnd Karenz in Anspruch nehmen. Der damit verbundene Kündigungs- und Entlassungsschutz endet vier Wochen nach Ende der Karenz.

Die Karenz muss mindestens zwei Monate dauern.

Tipp

Bitte beachten Sie, dass sich der Anspruch auf Karenz hinsichtlich der Dauer mit dem Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld nicht decken muss.

Der große Unterschied:

Karenz
(arbeitsrechtlicher Anspruch)

Kinderbetreuungsgeld
(Familienleistung)

der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber bekanntgeben (aus Beweisgründen schriftlich)Antrag beim Krankenversicherungsträger
Freistellung von der Arbeit (längstens bis zum 2. Geburtstag des Kindes)Geldleistung (je nach gewählter Anspruchsdauer, längstens bis zu 851 Tage bzw. 1063 Tage ab Geburt des Kindes)

Beschäftigung während der Karenz

Bis zur Geringfügigkeitsgrenze (2020EUR 460,66 brutto monatlich) kann:

  • sowohl beim eigenen als auch bei einem anderen Arbeitgeber bzw. einer anderen Arbeitgeberin dazuverdient werden.


Über der Geringfügigkeitsgrenze kann:

  • mit der eigenen Arbeitgeberin bzw. dem eigenen Arbeitgeber eine Beschäftigung bis zu 13 Wochen im Kalenderjahr vereinbart werden
    oder
  • mit Zustimmung der eigenen Arbeitgeberin bzw. des eigenen Arbeitgebers eine Beschäftigung bis zu 13 Wochen im Kalenderjahr bei einer anderen Arbeitgeberin bzw. einem anderen Arbeitgeber ausgeübt werden.


Die 13-Wochen-Grenze ist ausschließlich im Arbeitsrecht von Bedeutung und hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld (die Einkünfte zählen jedoch zum Zuverdienst!).
 
AK - Infos zur Karenz