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NÖ Demenz-Service: Bereits 700 Menschen geholfen

Gruppenfoto_Foto: NLK Reinberger

Eichtinger/Zuser: Landesweiter Einsatz der Expertinnen und Experten des Demenz-Service NÖ. Beratungen im Frühling per Whatsapp und Skype ermöglicht.

In Niederösterreich leben über 22.000 Menschen mit Demenz. Rund 80 Prozent von ihnen werden zuhause betreut. Mit seinen Angeboten unterstützt das Demenz-Service NÖ Betroffene und Angehörige in ihrem Alltag. „Unser Ziel ist es, dass Betroffene und ihre Familien bestmögliche Hilfe und Entlastung in dieser Lebensphase erhalten“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger und weiter: „2020 wurde das niederösterreichische Demenz-Service landesweit ausgerollt.“

Die Erweiterung des Beratungsangebots sei ein wichtiger Schritt gewesen: „Bereits 700 kostenlose Einzel-Beratungen haben die Expertinnen und Experten des Demenz-Service mit Betroffenen und deren Angehörigen durchgeführt. Eine wichtige Hilfe für Menschen, um mit den herausfordernden Situationen umgehen zu lernen“, veranschaulicht Eichtinger.

Unterstützung zuhause oder online

Familien, die von Demenz betroffen sind, können zuhause mit den speziell ausgebildeten und erfahrenen Fachleuten sprechen. „Angehörige und Betroffene können sich aber auch im Rahmen der Info-Points Demenz in den 24 Kundenservice-Stellen der Österreichischen Gesundheitskasse beraten lassen. In jedem Bezirk in Niederösterreich findet einmal im Monat ein Info-Point Demenz statt“, erläutert die Landesstellenleiterin der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) Petra Zuser.

Aufgrund der aktuellen Situation wurden im Frühling Beratungen auch via WhatsApp und Skype durchgeführt.

Für die Ausrollung des Demenz-Service auf ganz Niederösterreich haben das Land Niederösterreich und die Österreichische Gesundheitskasse 654.000 Euro in die Hand genommen.

Das Demenz-Risiko verringern

Die Expertinnen und Experten des Demenz-Service NÖ unterstützen nicht nur Betroffene und ihre Angehörigen. Sie stehen auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn Beratung zur Steigerung der Gedächtnisleistung erwünscht ist. „Eine Garantie, nicht an Demenz zu erkranken, gibt es nicht. Doch: Es lässt sich einiges tun, um das Risiko zu senken. Neben Gedächtnistraining sind noch andere Maßnahmen nötig.
Sie sind einfach und können sogar Spaß machen“, informiert der Leiter des Demenz-Service NÖ Andreas Schneider.


So bleiben Sie geistig fit:

  • Ein Musikinstrument spielen. Das fördert die Konzentration und körperliche Koordination gleichermaßen.
  • Probieren Sie alles aus, wofür Sie noch nie die Zeit gefunden haben!
  • Lesen regt die Fantasie an. Sie erhalten neue Informationen, müssen sich konzentrieren und sich Details merken.
  • (Re-)aktivieren Sie Ihre Sprachkenntnisse! Wenn Sie sich in einer Fremdsprache ausdrücken, ist Ihr Gehirn stark beansprucht. Der Effekt wird umso größer, wenn Sie eine neue Sprache erlernen.


Infos, Veranstaltungshinweise sowie Termine für die Info-Points: www.demenzservicenoe.at
Kostenlose NÖ Demenz-Hotline (Montag bis Freitag, von 8 bis 16 Uhr): 0800 700 300


Gruppenfoto_Foto: NLK Reinberger v. l. n. r.: Dr. Andreas Schneider, Leiter Demenz-Service NÖ, Mag. Petra Zuser, Landesstellenleiterin der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger


Download: Gruppenfoto (2.1 MB)

Zuletzt aktualisiert am 16. September 2020