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Neustartbonus - Beurteilung der Geringfügigkeitsgrenze bei untermonatiger Gewährung

Grünes Hakerl in Holzquadrat_Foto Andrii Yalanskyi_Quelle Shutterstock

Zur Erleichterung des Wiedereinstieges in das Berufsleben können beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos gemeldete Personen den sogenannten Neustartbonus in Anspruch nehmen. Dieser Bonus erleichtert vor allem auch von Corona betroffenen Betrieben in der Phase des "Wiederhochfahrens" die (Wieder-)Einstellung von Mitarbeitern. 

Voraussetzung für den Neustartbonus ist die Aufnahme eines vollversicherten Dienstverhältnisses von mindestens 20 Wochenstunden, das im Verhältnis zum Dienstverhältnis vor der bestehenden Arbeitslosigkeit geringer entlohnt ist. Der Neustartbonus deckt die bestehende Einkommensdifferenz teilweise ab und wird direkt an die ehemals arbeitslos gemeldete Person ausbezahlt. Der Bonus kann für Arbeitsaufnahmen ab 15.6.2020 bis 30.6.2021 beantragt werden. Der Dienstgeber nimmt die Beitragsabrechnung entsprechend des für die (mindestens für 20 Wochenstunden) vereinbarte Arbeitszeit zur Auszahlung gelangenden Entgeltes vor. Ihn trifft darüber hinaus kein administrativer Aufwand im Zusammenhang mit dem Neustartbonus. 

Der Bonus gebührt auch bei untermonatiger Umwandlung eines vormals geringfügigen in ein der Vollversicherung unterliegendes Beschäftigungsverhältnis. Die Förderung kommt entsprechend den Richtlinien des AMS jedoch nicht in Frage, wenn es sich um eine Wiederbeschäftigung beim selben Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten handelt.

Achtung: Überschreitet das monatliche Entgelt durch die untermonatige Erhöhung der Arbeitszeit die Geringfügigkeitsgrenze, tritt bereits ab Beginn des jeweiligen Beitragszeitraumes Vollversicherung ein. Die dahingehenden Beurteilungsregeln sind auch im Falle der Gewährung eines untermonatigen Neustartbonus unverändert anzuwenden.

Für nähere Details bzw. Auskünfte zum Neustartbonus steht Ihnen das AMS gerne zur Verfügung.

Autor: Gerhard Trimmel/ÖGK