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Hautschutz ist Selbstschutz: 20 Jahre Hautschutzkampagne in Kärnten

In den vergangenen 19 Jahren wurden mehr als 310.000 Sonnenhungrige über Hautschutz und Hautkrebsvorsorge informiert. Auch heuer macht die Hautschutzkampagne wieder in zwölf Bädern Station.

Titelbild Hautschutzkampagne in Kärntner Bädern

In den Sommermonaten nutzen viele Kärntnerinnen und Kärntner die heißen Tage für ausgiebige Sonnenbäder. Doch plötzlich ist es passiert: Die Haut rötet sich, der Sonnenbrand ist da: Für viele ein Kavaliersdelikt, das genauso zur Urlaubssaison gehört wie schönes Wetter. Doch mit jedem Sonnenbrand wird die Haut dauerhaft geschädigt und das Risiko für Hautkrebs erhöht. Gemeinsam mit dem Gesundheitsreferat des Landes Kärnten, der Ärztekammer für Kärnten, der Kleinen Zeitung sowie der Apothekerkammer Kärnten und Cetaphil Sun Daylong wird die erfolgreiche Initiative „Hautschutz ist Selbstschutz“ heuer bereits zum 20. Mal in den Kärntner Bädern durchgeführt.

Im Zeitraum von 20. Juli bis 25. Juli 2020 können sich Badegäste in zwölf Kärntner Strandbädern bei Fachärztinnen und –ärzten der Dermatologie kostenfrei über Hautschutz und Hautkrebsvorsorge informieren und haben die Möglichkeit eine hautmedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen.

„Dass die Hautschutzkampagne heuer bereits zum 20. Mal durchgeführt wird, spricht für den Erfolg und die Notwendigkeit dieser Vorsorgeinitiative. Der ÖGK Kärnten ist es ein wichtiges Anliegen, die Menschen zu informieren und für die Vorsorge zu gewinnen. In den vergangenen 19 Jahren wurden mehr als 310.000 Sonnenhungrige über Hautgesundheit informiert und aufgeklärt. Indem zahlreiche bösartigen Hautveränderungen vor Ort rechtzeitig diagnostiziert wurden, konnten auch Leben gerettet werden. Aktuelle Zahlen unterstreichen den Erfolg derartiger Aktionen: Im Zeitraum von 2005 bis 2019 ist die Zahl der an einem bösartigen schwarzen Hautkrebs erkrankten ÖGK-Versicherten in Kärnten um mehr als 26 Prozent gesunken. All das konnte nur durch die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Kooperationspartner erreicht werden, denen ich dafür ausdrücklich danken möchte“, so Dr. Johann Lintner, Landesstellenleiter der ÖGK Kärnten. 

Tausende „Hautschutz-Info-Packages“, bestehend aus einem Informationsfolder, Sonnenschutz-Produktproben Cetaphil Sun Daylong und einer SUN-Checkkarte, werden bei den Beratungsterminen kostenlos an die interessierten Strandbadbesucherinnen und - besucher verteilt.

„Seine Haut gesund zu halten, beginnt mit dem Bewusstsein darüber, dass man Eigenverantwortung trägt und setzt sich fort mit dem Wissen über Schutzmaßnahmen. Der richtige Umgang mit und in der Sonne spielt eine wesentliche Rolle. Und wo lässt es sich dafür besser sensibilisieren als vor Ort, in den Kärntner Bädern“, erklärt LHStv.in und Gesundheitsreferentin Dr.in Beate Prettner. 

„Um sich vor der Sonne zu schützen, hat der Körper Schutzsysteme wie die Bräunung und die Verdickung der obersten Hautschicht entwickelt. Schädigungen in den Zellen durch übermäßige UV-Bestrahlung werden jedoch als Erbinformation an nachwachsende Zellen weitergegeben. Summieren sich diese Defekte, kann Hautkrebs die Folge sein. Hautkrebs tritt zu 80 Prozent an Hautstellen auf, die der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Es bilden sich Flecken oder Knoten, die rasch wachsen und leicht verletzbar sind. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle beim Hautarzt wichtig und die einzig sinnvolle Therapie die vorbeugende Entfernung jeder verdächtig pigmentierten Hautstelle“, informiert Ärztekammer-Fachgruppenobmann der Dermatologie, Dr. Max Wutte. 

„Individueller Sonnenschutz ist sowohl als Vorbeugung gegen Sonnenbrand als auch im Hinblick auf die langfristige Erhaltung der Hautgesundheit zu sehen“, betont Vizepräsidentin der Apothekerkammer Kärnten, Mag.pharm. Jutta Polligger-Juvan. „Daher ist es uns stets ein wichtiges Anliegen, diese Vorsorgeinitiative mit unseren 100 Apotheken in Kärnten zu unterstützen.“ 


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Bild v.l.: Mag.pharm. Jutta Polliger-Juvan (Vizepräsidentin der Apothekerkammer Kärnten), Dkfm. Maximilian Miggitsch (Stv. Landesstellenleiter der ÖGK Kärnten) und Dr. Max Wutte (Fachgruppenobmann der Dermatologie - Ärztekammer Kärnten). Fotocredit: ÖGK/Strempfl

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 Termine 2020

Datum Uhrzeit Ort
Montag, 20.07.2020
(Ersatztermin: Montag, 27.07.2020)
11:00-13:00 Erlebnisbad Ossiach
Ossiach 33
9570 Ossiach
15:00-17:00 Strandbad St. Georgen am Längsee
Längseestraße 48,
9313 St. Georgen am Längsee 
Dienstag, 21.07.2020
(Ersatztermin: Dienstag, 28.07.2020)
11:00-13:00 Strandbad Hermagor Pressegger See
Presseggersee 27
9620 Hermagor
15:00-17:00 Strandbad Millstatt
Kaiser-Franz-Josef-Straße 213
9872 Millstatt
Mittwoch, 22.07.2020
(Ersatztermin: Mittwoch, 29.07.2020)
11:00-13:00 Campingbad Nord Klopeinersee
Klopein Am See 10
9122 St. Kanzian am Klopeiner See
15:00-17:00 Stadionbad Wolfsberg
Stadionbadstraße 2
9400 Wolfsberg
Donnerstag, 23.07.2020
(Ersatztermin: Donnerstag, 30.07.2020)
11:00-13:00 Strandbad Reifnitz
Wörthersee-Süduferstraße 112
9081 Maria Wörth
15:00-17:00 Strandbad Maiernigg
Süduferstraße 116
9020 Klagenfurt am Wörthersee
(Abgesagt: Freitag,  24.07.2020)
Neuer Termin: Freitag, 31.07.2020
10:00-12:00 Strandbad Egg am Faaker See
Egger Seeuferstraße 80
9580 Villach
14:00-16:00 Strandbad Velden
Seepromenade 7
9220 Velden am Wörthersee
17:00-18:30 Strandbad Loretto
Lorettoweg 48
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Samstag, 25.07.2020
(Ersatztermin: Samstag, 01.08.2020)
10:00-15:00 Strandbad Klagenfurt 
Metnitzstrand 2
9020 Klagenfurt am Wörthersee
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Tipps und Informationen

Nachstehend einige Tipps und Informationen, um Sommer und Sonne ohne Reue genießen zu können: 


  • Meiden Sie zwischen 11.00 – 15.00 Uhr direktes Sonnenlicht, da in diesem Zeitraum 80 Prozent der Gesamttages-UV-Strahlung freigesetzt wird.
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel entsprechend Ihrem Hauttyp.
  • Tragen Sie das Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne gleichmäßig auf die Haut auf.
  • Stark gefährdete Körperstellen wie Nasenrücken, Stirn, Ohren, Hände, Unterarme sowie Lippen besonders gründlich eincremen.
  • Tragen Sie qualitativ hochwertige Sonnenbrillen, um auch Ihre Augen zu schützen.
  • Vor allem Kinder haben noch kein voll entwickeltes Selbstschutzsystem und sollten sich daher vorwiegend im Schatten aufhalten, entsprechende Kleidung tragen und Sunblocker (höherer LSF-Faktor) verwenden.


Das ABC der Melanom-Früherkennung -  Grundsätzlich sollte jeder Mensch seine Muttermale laufend beobachten und kontrollieren lassen. Durch Hautschädigungen können sich ungefährliche Muttermale schnell zu bösartigen Melanomen entwickeln. Wird eine Veränderung rechtzeitig bemerkt, kann das Muttermal entfernt werden.  

  • Asymmetrie: Gutartige Muttermale sind rund und symmetrisch. Melanome wachsen ungleichmäßig, meist stärker in eine Richtung. 
  • Begrenzung: Muttermale sind scharf zur normalen Haut hin abgegrenzt. Melanome haben eine zackige, unregelmäßige Begrenzung. 
  • Colorit (Farbe): Muttermale sind einheitlich hell- bis dunkelbraun. Melanome weisen unterschiedliche Braun-, Schwarz-, Rot-, Grau- oder Weißtöne auf. 
  • Durchmesser: Muttermale bleiben über lange Zeit gleich groß. Melanome hingegen nehmen an Größe, Dicke und Umfang zu. 



Ist ein Muttermal in einer oder mehreren dieser Kategorien auffällig, sollte zur Abklärung eine Hautärztin bzw. ein Hautarzt aufgesucht werden.