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Gutscheine für Mahlzeiten ab 1.7.2020

Veröffentlichung: Dienstgeber-Newsletter Nr. 4/Juni 2020


Durch das 19. COVID-19-Gesetz, BGBl. I Nr. 48/2020, kommt es zu Änderungen im § 3 Abs. 1 Z 17 Einkommensteuergesetz 1988 (EStG 1988). Mit dem BGBl. I Nr. 54/2020 wird auch § 49 Abs. 3 Z 12 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) angepasst.

Demzufolge bleiben ab 1.7.2020 Gutscheine für Mahlzeiten bis zu einem Wert von € 8,00 (€ 4,40 bis 30.6.2020) pro Arbeitstag steuer- und beitragsfrei, wenn sie nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können. Können die Gutscheine auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden, die nicht sofort konsumiert werden müssen, sind sie bis zu einem Betrag von € 2,00 (€ 1,10 bis 30.6.2020) pro Arbeitstag steuer- und beitragsfrei. 

Für einen Arbeitstag darf nur ein Gutschein ausgegeben werden. In den Lohnsteuerrichtlinien 2002 (Randzahl 95a) erfolgt eine Klarstellung, dass die Gutscheine auch kumuliert ohne wertmäßiges Tageslimit an jedem Wochentag (auch an Wochenenden) eingelöst werden können. Es muss sichergestellt sein, dass ein Dienstnehmer nicht Gutscheine in einem Ausmaß erhält, das den gesetzlichen Freibetrag einer 5 Tage-Woche von 220 Tagen pro Jahr übersteigt (€ 8,00 bzw. € 2,00 x 220). Im Fall von unterjährigen Ein- und Austritten ist der aliquote Anteil pro Monat heranzuziehen und auf volle Tage aufzurunden. 

Die Gutscheine müssen nicht in Papierform bestehen, sondern können auch elektronisch gespeichert werden (Chipkarte, digitaler Essenbon etc.). 

Autorin: Mag. (FH) Karina Sandhofer/ÖGK