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Handpflege in Zeiten der Corona-Krise

Tipps zur Linderung von Beschwerden, die durch ständiges Händewaschen auftreten können.

Frau verschmiert Creme auf ihrem Handrücken / Bildquelle: StudioLaMagica/shutterstock.com

Händehygiene ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen eine Coronavirus-Infektion. Daher waschen wir uns in den vergangenen Wochen ständig die Hände. Das geht an vielen Händen nicht spurlos vorüber. Das ständige Händewaschen stört die natürliche Hautbarriere. Rissige, schuppende und trockene Hände sind weit verbreitet. Manche klagen auch schon über Juckreiz, Rötungen und Ausschlag. Wie lässt sich das verhindern bzw. lindern? Folgende Tipps haben HautärztInnen der Österreichischen Gesundheitskasse für Sie:

  • Verwenden Sie seifenfreie pH-neutrale Waschlotionen. Diese beseitigen die Viren ebenso gut wie normale Seife.
  • Waschen Sie sich die Hände 30 Sekunden mit lauwarmen Wasser – heißes Wasser trocknet die Haut noch mehr aus.
  • Trocknen Sie sich die Hände immer gut ab.
  • Verwenden Sie nach jedem Waschen eine gute Handcreme.
  • Empfehlenswert sind Hautcremen ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel. Gut ist der Zusatz von Urea (Harnstoff), das Feuchtigkeit in der Haut speichert, auch der Zusatz von Glycerin ist für die Haut günstig. Cholesterol, Ceramide, freie Fettsäuren, Sheabutter oder Vitaminzusätze in den Produkten unterstützen die Haus. Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Drogerie nach geeigneten Cremen.
  • Händedesinfektionsmittel mit Alkohol sind oft besser verträglich und werden daher vor allem in medizinischen Bereich verwendet. ÄrztInnen und Pflegekräfte müssen ihre Hände ja nach jedem Patientenkontakt desinfizieren.
  • Cremen Sie Ihre Hände vor dem Schlafengehen gut mit der Handcreme ein – dann kann sie über Nacht gut einwirken.
  • Sind die Hände „nur“ rissig, trocken und spröde hilft regelmäßiges Eincremen.
  • Sind die Hände schon gerötet, jucken oder es zeigt sich ein Ausschlag liegt ein Austrocknungsekzem vor. Dann brauchen Sie eine entzündungshemmende Creme, die Ihnen eine Ärztin bzw. ein Arzt verordnen muss. Diese Cremen enthalten in der Regel Kortison, das entzündungshemmend wirkt und keine schädliche Nebenwirkungen hat, wenn es richtig verwendet wird. Das heißt, die Kortisoncreme wird nur kurz – maximal zwei Wochen – und nur lokal dort wo das Ekzem aufgetreten ist, verwendet. Sind die Beschwerden abgeklungen, reicht wieder eine gute Pflegecreme. Wenden Sie sich dazu bitte telefonisch an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.