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Jugendgesundheitscoach

Beim Thema „Gesundheit“ setzt die Österreichische Gesundheitskasse in Kärnten (ÖGK) auf die Erkenntnis wissenschaftlicher Studien, dass die Weitergabe von Wissen unter Gleichaltrigen hohe Erfolgschancen erzielt. Im Rahmen des Projekts erhalten 14- bis 18-Jährige eine fachliche und methodische Ausbildung, um anderen SchülerInnen kreativ vermitteln zu können, was für das eigene Wohlbefinden getan werden kann. 

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FreundInnen und SchulkollegInnen spielen im Leben von Jugendlichen eine wichtige Rolle. Mit dem vom Kärntner Gesundheitsförderungsfonds finanzierten neuen Projekt „Jugendgesundheits-Coach Kärnten“ nützt die ÖGK Kärnten in Kooperation mit dem Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark die Erfahrung aus vielen Studien, dass Jugendliche ihre Gleichaltrigen für besonders glaubwürdig halten und setzt daher auf die Wirkung von „Peer-Education“. Dabei erhalten Jugendliche, sogenannte „Peers“, eine spezielle Ausbildung. In einem dreitägigen Workshop erwerben die künftigen „Jugendgesundheits-Coaches“ Wissen aus den Bereichen Gesundheit, Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitskompetenz. Besprochen werden im Lehrgang eine Vielzahl an Themen wie z.B. Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit (Mobbing), Suchtverhalten (Alkohol, Rauchen, Drogen, Smartphone, Spiele, Internet), Sexualität oder auch wie gesundheitsförderliche Entscheidungen im Alltag getroffen werden. „Wir wissen, dass im Kindes- und Jugendalter die Grundsteine für ein gesundes Aufwachsen gelegt werden. Dies ist heutzutage jedoch alles andere als ein Kinderspiel, denn der Alltag ist geprägt durch hohen Zeit- und Leistungsdruck, lebensstilbedingte Gesundheitsgefahren und den ständigen Einfluss der Konsum- und Medienwelt. Wir wollen den Jugendlichen dabei helfen, sich in unserem Gesundheitssystem zurechtzufinden und gute von schlechten Gesundheitsinformationen unterscheiden zu können. Alles zur Stärkung der Fähigkeit, für sich selbst wichtige Entscheidungen in Bezug auf das eigene Wohlbefinden treffen zu können“, erklärt Dkfm. Maximilian Miggitsch, Stv. Leiter der Landesstelle Kärnten.

Das Angebot nehmen 30 SchülerInnen zwischen 14 und 18 Jahren, die sich freiwillig meldeten, kostenfrei in Anspruch. Als Gegenleistung wird erwartet, dass jeder Jugendgesundheits-Coach sein erworbenes Wissen anschließend an SchulkollegInnen weitergibt. Wie dies geschieht, steht jeder oder jedem Jugendlichen frei. Sei es im Unterricht, bei Schulaktionen, als Theaterstück, Video oder einfach beim Zusammensein. Auf diese Art soll ein Multiplikationseffekt entstehen, der sich weiter fortsetzt, wenn die Coaches ihr gesundheitsförderliches Wissen an ihren Freundeskreis weitergeben und diese wiederum andere informieren. Abschließend erhalten die SchülerInnen im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung ein offizielles Zertifikat, das sie als „Jugendgesundheits-Coach“ auszeichnet.