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Kur und Erholung

Kur und Erholung sind freiwillige Leistungen der Sozialversicherung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Für Berufstätige sowie Pensionistinnen und Pensionisten ist der zuständige Pensionsversicherungsträger Ansprechpartner für Kurbelange. Für alle anderen Versicherten bzw. anspruchsberechtigten Angehörigen ist die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) zuständig, wenn Sie bei uns versichert sind. Den Antrag stellt Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt.


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Was bedeuten die Begriffe Kur und Erholung?

Eine Kur ist ein mehrwöchiger Aufenthalt (im Regelfall 3 Wochen) in einer stationären Einrichtung (Kurhaus/Kurhotel), die für spezifische Indikationen entsprechend eingerichtet ist. Die in diesen Einrichtungen angebotenen Heilbehandlungen sollen den Zweck erfüllen, sich gesund bzw. gesünder zu fühlen. Der Unterschied zwischen Kur und Erholung besteht in unterschiedlichen medizinischen und persönlichen Voraussetzungen. Die Auswahl trifft Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt.

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Was ist zu erledigen um auf Kur (Erholung) fahren zu können?

  • Erste Ansprechpartnerin bzw. erster Ansprechpartner ist Ihre behandelnde Ärztin, Ihr behandelnder Arzt (z.B. Hausärztin, Hausarzt). Gemeinsam füllen Sie den  linkAntrag auf Kur bzw. Erholung (440.1 KB)  aus.   
  • Sollte die ÖGK leistungszuständig sein und der Antrag in Wien befüllt und eingereicht werden, so ist dieser an das Kundenservice Wienerberg zu übermitteln. Natürlich kann der Antrag auch an jede andere Kundenservicestelle gesendet werden. In vielen Fällen übernimmt das auch Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt.  
  • Der Antrag muss versicherungsrechtliche und Chef(kontroll)ärztliche Voraussetzungen der ÖGK erfüllen
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Für welchen Personenkreis ist die ÖGK unter anderem leistungszuständig?

  • Für anspruchsberechtigte Angehörige, wenn diese weder einer selbstständigen noch unselbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. (z.B. Kinder)
  • Für in der Krankenversicherung freiwillig Versicherte (z.B. Selbstversicherte)
  • Bei Erholungsaufenthalten auch für Versicherte

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Wer entscheidet über Kureinrichtung und Termin? 

Welche Kureinrichtung in Frage kommt, hängt von Ihrem Gesundheitszustand ab. Es kommen sowohl die eigenen Einrichtungen der Sozialversicherung sowie Vertragskureinrichtungen in Frage. Wir sind bemüht, Wünsche bezüglich der Kureinrichtung zu berücksichtigen. Der definitive Antrittstermin ist mit der Kureinrichtung abzustimmen und hat im Regelfall innerhalb von 4 Monaten ab Bewilligungsdatum zu erfolgen.

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Wie häufig kann Kur und Erholung in Anspruch genommen werden?

Bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen, können diese Leistungen innerhalb von fünf Jahren zweimal in Anspruch genommen werden. Zwischen zwei Aufenthalten muss ein Jahr liegen.

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Sind Zuzahlungen zu leisten?

Patienten und Patientinnen zahlen bei stationären Aufenthalten einen täglichen Kostenbeitrag (Zuzahlung). Die Höhe hängt vom monatlichen Bruttoeinkommen ab.

Für den täglichen Kostenbeitrag (Zuzahlung) und die dazugehörigen Einkommensgrenzen gelten 2020 folgende Werte:

Monatliches Bruttoeinkommen Täglicher Kostenbeitrag
Bis EUR 1.548,03   EUR 8,62
Bis EUR 2.129,42   EUR 14,77
Über EUR 2.129,42  EUR 20,94

Bei anspruchsberechtigten Angehörigen gilt das Einkommen des versicherten Familienmitglieds als Grundlage.

Ausnahmen vom Kostenbeitrag

  • Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind.
  • Personen, deren Einkommen den Richtsatz für die Ausgleichszulage nicht übersteigt, derzeit EUR 966,65 (Wert 2020).