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Entschädigung für Urlaubsstornierung

Veröffentlichung: Magazin DGservice Nr. 4/November 2019

Steuer- und ­beitragsrechtliche Behandlung eines Kostenersatzes


Ein Mitarbeiter kann einen vereinbarten, bereits gebuchten Urlaub auf Grund eines von ihm nicht beeinflussbaren Ereignisses (z. B. mehrere andere Mitarbeiter sind erkrankt) nicht antreten. Der Dienstgeber übernimmt im Gegenzug die anfallenden Stornokosten für den geplanten Urlaub.

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Steuer- und beitragsrechtliche ­Beurteilung

Gemäß Lohnsteuerrichtlinien 2002 (Randzahl 656a) hat der Dienstgeber Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Stornierung eines bereits vereinbarten Urlaubes stehen, zu leisten, wenn ein von ihm nicht beeinflussbares Ereignis (z. B. Erfüllung eines Großauftrages, Krankheit anderer Mitarbeiter) die Verwehrung des Urlaubes oder den Urlaubsabbruch notwendig macht. 

Die Zahlungen an den Dienstnehmer sind als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln. In diesem Fall liegen beim Dienstnehmer im nachgewiesenen Ausmaß (z. B. Stornokosten) Werbungskosten vor. 

In der Sozialversicherung ist der vom Dienstgeber übernommene Kostenersatz beitragsfrei, da es sich bei dieser Vergütung nicht um ein zusätzliches Arbeitsentgelt handelt, sondern es ein Ersatz für den entstandenen Schaden ist, der dem Dienstnehmer durch die Wahrnehmung seiner dienstlichen Verpflichtung entstanden ist. 

Autorin: Mag. (FH) Karina Sandhofer/NÖGKK