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Voraussetzungen für die Anerkennung als Wahltherapeutin/ Wahltherapeut

Physiotherapeutin bewegt Arm einer Patientin

  • Voraussetzung für die Anerkennung als Wahltherapeut bzw. Wahltherapeutin ist die ausreichende Erfahrung in der Krankenbehandlung. 
    Diese ist durch den Nachweis einer mindestens einjährigen eigenverantwortlichen Tätigkeit als Physiotherapeut bzw. Physiotherpeutin nach Abschluss der Ausbildung

  • in einem Dienstverhältnis zum Träger einer Krankenanstalt oder
  • in einem Dienstverhältnis zum Träger sonstiger unter ärztlicher Leitung bzw. ärztlicher Aufsicht stehenden Einrichtungen, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Betreuung pflegebedürftiger Personen dienen oder
  • im Dienstverhältnis zu freiberuflich tätigen Fachärzten bzw. Fachärztinnen für physikalische Medizin zu erbringen. 


  • Auf die Berufserfahrung gemäß Abs 1 kann eine Tätigkeit im Anstellungsverhältnis zu einem Sportverein im Ausmaß von höchstens 6 Monaten angerechnet werden, sofern der Sportverein unter ärztlicher Leitung steht, die ärztliche Leitung beim Sportverein angestellt ist und der Therapeut bzw. die Therapeutin ausreichende Erfahrung in der aktiven Krankenbehandlung (insbesonders Bewegungstherapie) gesammelt hat.

  • Im Einzelfall kann eine Anerkennung auch erfolgen, wenn die Gesamtbewertung der beruflichen Aktivitäten eine gleichwertige Erfahrung in der Krankenbehandlung ergibt.

Erläuterungen:

  • Einrichtungen, die unter ärztlicher Leitung stehen, sind insbesondere Krankenanstalten, selbständige Physioambulatorien, Rehazentren oder Kurzentren.

  • Eine Anerkennung durch Anstellung bei einem freiberuflich tätigen Facharzt bzw. einer freiberuflich tätigen Fachärztin für physikalische Medizin kann nur unter der Voraussetzung erfolgen, dass der Therapeut bzw. die Therapeutin Erfahrung vor allem in der aktiven Krankenbehandlung (insbesonders Bewegungstherapie) gesammelt hat. Nicht ausreichend ist eine Erfahrung in bloß passiven Therapien und Massagen/Lymphdrainagen.

  • Eine Anerkennung von höchstens 6 Monaten durch die Tätigkeit bei einem Sportverein kann unter der Voraussetzung erfolgen, dass der Therapeut bzw. die Therapeutin Erfahrung vor allem in der aktiven Therapie (Bewegungstherapie) gesammelt hat. Nicht ausreichend ist eine Erfahrung in bloß passiven Therapien und Massagen/Lymphdrainagen. Die Anrechnung von 6 Monaten setzt ein Vollzeitanstellungsverhältnis voraus.

  • Im Einzelfall kann beispielsweise eine mehrjährige (mindestens 3 Jahre), ausschließlich freiberufliche Tätigkeit in einem anderen Bundesland/Land anerkannt werden, sofern diese annähernd im Ausmaß einer Vollzeitstelle ausgeübt wurde. Der Therapeut bzw. die Therapeutin hat hierüber entsprechende Nachweise zu erbringen. Eine Anerkennung erfolgt daher nicht, wenn der Therapeut bzw. die Therapeutin zwar mehrere Jahre freiberuflich tätig war, die Tätigkeit jedoch nur im Ausmaß von wenigen Wochenstunden ausgeübt wurde.