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Wer muss den Zusatzbeitrag bezahlen?

Für bestimmte mitversicherte Angehörige besteht die gesetzliche Verpflichtung, einen Zusatzbeitrag zu bezahlen.

Geldscheine in einer Hand

Folgende Personen müssen unter bestimmten Voraussetzungen den Zusatzbeitrag bezahlen:

  • Ehegatten/ Ehgegattinnen oder eingetragene Partner/Partnerinnen
  • haushaltsführende Personen


Der Zusatzbeitrages muss ab Beginn der Mitversicherung, also mit der Heirat, Verpartnerung oder 10 monatigen Hausgemeinschaft bezahlt werden.

Achtung: Maßgeblich ist nicht das Datum der Antragstellung auf Mitversicherung, sondern der gesetzliche Beginn. Daher kann es sein, dass rückwirkend Beiträge bezahlt werden müssen.

Unter welchen Voraussetzungen ist kein Zusatzbeitrag zu bezahlen?

Der Zusatzbeitrag ist für die Dauer ihrer Mitversicherung nicht zu bezahlen:

  • wenn sie sich aktuell der Erziehung des/r im gemeinsamen Haushalt lebenden Kindes/r (auch Wahl-, Stief- und Pflegekinder oder Enkel ) widmen. Hierfür ist die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend. Daneben kann eine Beschäftigung ausgeübt werden.

  • wenn sie sich in der Vergangenheit mindestens 4 Jahre hindurch der Erziehung
    eines oder mehrerer im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder gewidmet haben. Hierfür war die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wurde.

  • wenn sie selbst Anspruch auf Pflegegeld zumindest in der Höhe der Stufe 3 haben.

  • wenn sie den Versicherten unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft (mindestens 30 Wochenstunden)  pflegen und dieser zumindest Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe der Stufe 3 hat.

  • bei sozialer Schutzbedürftigkeit:
    Eine soziale Schutzbedürftigkeit liegt vor, wenn das monatliche Nettoeinkommen
    des Versicherten den Ausgleichszulagenrichtsatz für Ehepaare nicht übersteigt.


Kein Zusatzbeitrag während Sie folgende Geldleistungen beziehen:

  • Krankengeld
  • Wochengeld
  • Karenzgeld
  • Arbeitslosengeld
  • Notstandshilfe


Wann ist der Zusatzbeitrag nicht mehr zu bezahlen?

Die Beitragspflicht endet

  • mit dem Wegfall der Voraussetzungen (z. B. Scheidung, Auflösung der eingetragenen Partnerschaft, eigene Pflicht- oder Selbstversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung) 

  • mit dem Wegfall der Beitragspflicht der/des Versicherten (z. B. Einkommen der/des Versicherten unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz, Geburt eines Kindes).


Bei Scheidung bzw. Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft ist der Zusatzbeitrag bis zur Rechtskraft des Urteiles (Vergleiches) zu bezahlen.


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