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Beispiel richtiger und falscher Befund

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine 55-jährige Person überlegt an einer Vorsorgeuntersuchung gegen Krebs (Screening) teilzunehmen.

offenes Buch

Sie fragt sich:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Testergebnis positiv ausfällt?
  • Falls das Ergebnis positiv ist, wie sicher ist es dann, dass ich wirklich Krebs habe?


Für die Altersgruppe der 50 bis 60-jährigen ist z.B. Folgendes bekannt:

  • Von 1000 Personen haben 8 diesen Krebs.
  • Von diesen 8 Personen mit Krebs werden 7 Personen durch die Vorsorgeuntersuchung richtig getestet, sprich der Befund ist positiv.
  • Bei 70 der übrigen 992 Personen (1000 Personen - 8 Personen mit Krebs= 992) wird das Screening einen positiven Befund liefern, obwohl die Personen keinen Krebs haben.


Mit anderen Worten: Bei 1000 Untersuchungen erhalten 77 Personen einen positiven Befund (ca. 8 %). Allerdings haben nur 7 dieser Personen auch tatsächlich Krebs. Das heißt 10 von 11 positiven Befunden sind falsch. Also liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei einem positiven Befund tatsächlich Krebs haben, bei 1 zu 11.