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Information Herzinsuffizienz und Diagnostik


Blutdruckmesser und Herz_Quelle: Fotolia

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Information Herzschwäche

Unter Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz versteht man das Unvermögen des Herzens, die vom Körper benötigte Blutmenge bedarfsgerecht zu befördern. Herzinsuffizienz bedeutet aber nicht nur eine krankhaft verminderte Pumpfunktion (systolische Herzinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche), sondern auch eine gestörte Füllung des Herzens (diastolische Herzinsuffizienz bei normaler oder gar gesteigerter Pumpfunktion), die zur Erkrankung führen kann.

Die Ursache einer chronischen Herzinsuffizienz liegt in ca. 50 Prozent der Fälle in einer arteriellen Hypertonie oder koronaren Herzerkrankung. Weitere Ursachen können ein Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, erworbene oder angeborene Herzklappenfehler, andere angeborene Herzerkrankungen, Erkrankungen am Herzbeutel oder Stoffwechselerkrankungen sein.

Die chronische Herzinsuffizienz wird in vier Stadien eingeteilt. Es handelt sich hierbei um eine Klassifizierung nach Leistungsfähigkeit.

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Stadien der chronischen Herzinsuffizienz - die NYHA-Klassifikation

NYHA I
(asymptomatisch)
Herzerkrankung ohne körperliche Limitation. Alltägliche körperliche Belastung verursacht keine inadäquate Erschöpfung, Rhythmusstörung, Luftnot oder Angina Pectoris
NYHA II
(leicht)
Herzerkrankung mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe und bei geringer Anstrengung. Stärkere körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina Pectoris (z.B. Bergaufgehen oder Treppensteigen).
NYHA III
(mittelschwer)
Herzerkrankung mit höhergradiger Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe. Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina Pectoris (z.B. Gehen in der Ebene)
NYHA IV
(schwer)
Herzerkrankung mit Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe bzw. bei Bettlägerigkeit.
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Diagnose

Die Verdachtsdiagnose wird in der Regel aufgrund der Symptome gestellt, die die Patienten angeben:

  • Allgemeine Erschöpfung
  • Atemnot
  • Müdigkeit
  • Wasseransammlungen

Im Anschluss an die klinische Untersuchung und Anamnese wird ein EKG angefertigt und eine Basislabordiagnostik durchgeführt. Bei weiterem Verdacht auf eine Herzinsuffizienz erfolgt eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose wird eine weiterführende Diagnostik zur Bestimmung der verursachenden Erkrankungen und der Schwere der Herzinsuffizienz angeordnet. Nach Abschluss der Diagnostik wird mit der Therapie begonnen. In der Regel steht die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.