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Komplexe Entstauungstherapie

Eine umfassende Therapie zur Behandlung von Lymphödemen, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt.


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Ablauf sowie Kriterien der „Komplexen Entstauungstherapie“

Im Vorfeld einer „Komplexen Entstauungstherapie“ wird geprüft, ob ein nachweislich gesichertes primäres oder sekundäres Lymphödem vorliegt. Für diese Feststellung ist eine umfassende Diagnostik im Rahmen eines ärztlichen Assessments bei einem der aufgelisteten Standorte erforderlich.
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Handelt es sich um ein nachweislich gesichertes primäres oder sekundäres Lymphödem, erhält die Patientin/der Patient eine detaillierte ärztliche Vorgabe für eine „Komplexe Entstauungstherapie“ von der Ärztin/dem Arzt sowie eine Verordnung für das erforderliche Bandagiermaterial.  Eine Bewilligung ist nicht notwendig, sofern es sich um tariflich gelistetes Bandagiermaterial handelt.
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Je nach Erfordernis können im Rahmen der „Komplexen Entstauungstherapie“ eine Kompressionsbandagierung, eine  Lymphdrainage sowie mögliche zusätzliche Therapiemaßnahmen durchgeführt werden. Eine Kompressionsbandagierung ist allerdings IMMER Teil dieser umfassenden Behandlung (Ausnahmen von einer Kompressionstherapie bestehen nur für nachweislich gesicherte Lymphödeme, die nicht an den Extremitäten lokalisiert sind und eine Kompressionsbandagierung nicht möglich ist).
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Die „Komplexe Entstauungstherapie“ sollte möglichst täglich erfolgen, bis keine weitere Umfangreduktion der betroffenen Region mehr erreicht werden kann. Die Therapieergebnisse sind regelmäßig in einem Messprotokoll zu dokumentieren. Diese  Phase der Entstauung dauert je nach Ausgangssituation in der Regel zwischen fünf bis zehn Tage.
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Wenn keine weitere Umfangreduktion der betroffenen Region mehr festgestellt werden kann, wird Maß für eine flachgestrickte Kompressionsbestrumpfung genommen. Bis zur Ausfertigung  der maßgefertigten Kompressionsbestrumpfung erfolgt weiterhin eine Behandlung je nach Erfordernis (z.B. Kompressionsbandagierung jeden 2. Tag), um die bereits erzielten Therapieerfolge aufrecht zu erhalten.
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Der Kompressionstrumpf dient zum weiteren Erhalt der Entstauung. Je nach klinischem Erfordernis können ein bis mehrmals im Jahr Behandlungsserien durchgeführt werden.

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Welche Kosten entstehen für mich im Rahmen einer „Komplexen Entstauungstherapie“?

Im Rahmen der Therapie erhalten Sie eine ärztliche Verordnung für das erforderliche Bandagiermaterial sowie für die notwendige flachgestrickte Kompressionsbestrumpfung. Für jeden dieser Heilbehelfe ist der gesetzlich vorgeschriebene Kostenanteil zu leisten. Der Kostenanteil macht 10 Prozent des Tarifs bzw. der Anschaffungskosten, jedoch mindestens EUR 35,80 aus.
Nähere Informationen zum Kostenanteil sowie zur Kostenanteilsbefreiung finden Sie hier.

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Habe ich bei Vorliegen eines nachweislich gesicherten Lymphödems die Möglichkeit, eine Lymphdrainage ohne Kompressionsbandagierung auf Kassenkosten zu erhalten?

Gemäß dem aktuellen medizinischen Wissensstand ist eine alleinige Lymphdrainage als Therapiemaßnahme für die Patientinnen/Patienten mit nachweislich gesicherten Lymphödemen nicht zielführend und bringt nicht jenen Therapieerfolg sowie Nutzen, welcher mit einer Kompressionsbandagierung (mit Kurzzugbandagen) erzielt werden kann. Daher werden nur die Kosten für eine Komplexe Entstauungstherapie übernommen, wenn diese gemäß den oben genannten Kriterien durchgeführt wird. Ausnahmen von einer Kompressionstherapie bestehen nur für Lymphödeme, die nicht an den Extremitäten lokalisiert sind und eine Kompressionsbandagierung nicht möglich ist.

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Wo kann ich eine „Komplexe Entstauungstherapie“ in Anspruch nehmen?

Die komplexe Entstauungstherapie wird ausschließlich in den kasseneigenen Instituten sowie bei folgenden Vertragsinstituten (bewilligungsfrei) angeboten:

Kasseneigene Institute

  • Österreichische Gesundheitskasse
    Mein Hanusch-Krankenhaus

    Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
    1140 Wien, Heinrich-Collin-Straße 30, Tel.: +43 5 0766-1186511
  • Österreichische Gesundheitskasse
    Mein Gesundheitszentrum Neubau

    Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
    1070 Wien, Andreasgasse 3, Tel.: +43 5 0766-1115070
  • Österreichische Gesundheitskasse
    Mein Gesundheitszentrum Favoriten

    Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
    1100 Wien, Wienerbergstraße 13, Tel.: +43 5 0766-114290

Vertragsinstitute 

  • Ambulatorium „Helia“
    1010 Wien, Fleischmarkt 7, Tel.: +43 1 533 29 49
  • Institut für physikalische Medizin – „Physimed"
    1220 Wien, Steigenteschgasse 16, Tel.: +43 1 203 61 72
  • „Physita-Elf“ Institut für physikalische Therapie
    1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 147, Tel.: +43 1 749 21 64
  • Physikalisches Therapiezentrum
    1130 Wien, Lainzer Straße 142, Tel.: +43 1 804 61 32
  • Therme Wien Med
    1100 Wien, Kurbadstraße 14, Tel.: +43 1 680 09