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Kranken- und Pensionsversicherung aufgrund einer oder mehrerer geringfügiger Beschäftigungen


Grundsätzlich unterliegen geringfügig Beschäftigte lediglich der Teilversicherung in der Unfallversicherung.  

Es entsteht jedoch auch aufgrund geringfügiger Beschäftigungen eine Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: 

  • Sie üben mehrere geringfügige Beschäftigungen aus ...
    und Ihr monatliches Entgelt aus allen diesen geringfügigen Beschäftigungen übersteigt den Betrag der Geringfügigkeitsgrenze. 

  • Sie waren neben einer vollversicherungspflichtigen Tätigkeit …
    zusätzlich geringfügig beschäftigt.
    In diesem Fall wird auch Ihr Entgelt aus der geringfügigen Beschäftigung beitragspflichtig (Kranken- und Pensionsversicherung). 

Die nachträgliche Beitragsvorschreibung für geringfügig Beschäftigte ist eine vom Gesetzgeber festgelegte Beitragspflicht, die nur den Dienstnehmer trifft.  

Wie erfolgt die Beitragsvorschreibung?

Die Beitragsvorschreibung erfolgt im Nachhinein und wird direkt an die Versicherten gerichtet.

Sie haben aber auch die Möglichkeit - bereits während des laufenden Jahres -  monatlich eine Beitragsvorauszahlung zu leisten. Wenn Sie diese monatliche Zahlung wünschen, setzen Sie sich mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in Verbindung bzw. finden Sie rechts das notwendige Formular.

Eine monatliche Beitragszahlung hat jedenfalls dann zu erfolgen, wenn Sie aus dieser Versicherung eine Leistung aus der Krankenversicherung in Anspruch nehmen.  

Der Beitragssatz beträgt insgesamt

  • für Arbeiter und Angestellte 14,12 % (Krankenversicherung 3,87 % und Pensionsversicherung 10,25 %)
  • dazu kommt noch die Arbeiterkammerumlage in der Höhe von 0,5% 

Leistungsanspruch aufgrund Pflichtversicherung

Aufgrund dieser Pflichtversicherung haben Sie vollen Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung (der beigefügte Link "Geld- und Sachleistungen" ist rechts angeführt). Leistungszuständig ist die ÖGK.

 

Ihre Vorteile 

  • Die Beschäftigungszeiten zählen auch als Beitragszeiten für die Pensionsversicherung.
  • Die daraus erzielten Einkommen erhöhen die Bemessungsgrundlage für die Pension.

 

Zuletzt aktualisiert am 14. November 2020