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Versicherungszeiten nachkaufen

Um eine gesetzliche Pension zu erhalten, braucht man genügend Versicherungsmonate. Personen, die als Mitarbeiter von ihrem Dienstgeber nicht zur Sozialversicherung angemeldet wurden, fehlen dadurch Versicherungszeiten. Es ist möglich, diese Versicherungszeiten ganz oder teilweise nachzukaufen. Das kann einen früheren Antritt der Pension bzw. eine höhere Pension bringen. Ob sich der Nachkauf lohnt, hängt vom Einzelfall ab. 

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Es gibt zwei Arten des Nachkaufs von Versicherungszeiten: 

  • Nachkauf von Schul- und Studienzeiten: Wenden Sie sich dafür an Ihren Pensionsversicherungsträger. linkMehr Informationen… 
  • Nachkauf von Zeiten der Berufstätigkeit, in denen ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin vom Dienstgeber nicht zur Sozialversicherung angemeldet wurde. Hier ist die zuständige Krankenversicherung, also z. B. die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), Ihr Ansprechpartner.

 

Vom Dienstgeber nicht zur Sozialversicherung angemeldet 

Ob Sie Ihr Dienstgeber zur Sozialversicherung angemeldet hat, können Sie z. B. durch den Versicherungsdatenauszug feststellen. Die ÖGK ist dann zuständig, wenn Ihr Dienstgeber Sie bei uns hätte anmelden müssen. Wäre zur Zeit des Dienstverhältnisses eine andere Krankenversicherung zuständig gewesen – z. B. die GKK eines anderen Bundeslandes –, so ist diese Ihr Ansprechpartner.

 

  • Fehlende Versicherungszeiten, die kürzer als fünf Jahre zurückliegen: In diesem Fall ist kein Nachkauf möglich. Die ÖGK fordert die Sozialversicherungsbeiträge bei Ihrem Dienstgeber ein, der diese inklusive Dienstnehmeranteil nachbezahlen muss (Nachversicherung). Geben Sie der ÖGK Bescheid, wenn Sie Ihr Dienstgeber nicht zur Sozialversicherung angemeldet hat. 
  • Fehlende Versicherungszeiten, die länger als fünf Jahre zurückliegen: Der Dienstgeber kann für die fehlende Anmeldung nicht mehr gesetzlich belangt werden. Sie können als ehemaliger Mitarbeiter diese fehlenden Pensionsversicherungszeiten jedoch nachkaufen. Dazu brauchen Sie nur einen formlosen Antrag bei der ÖGK (Sonderversicherungsservice) zu stellen, und zwar spätestens bis zu dem Tag, an dem Sie in Pension gehen  -  später ist es nicht mehr möglich.

     

Die ÖGK stellt rückwirkend fest, welche Zeiten der Pflichtversicherung Ihnen konkret fehlen und wie hoch die Pensionsbeiträge gewesen wären. Normalerweise werden Pensionsbeiträge zwischen Dienstnehmer und Dienstgeber aufgeteilt. Beim Nachkauf zahlen Sie als ehemaliger Mitarbeiter jedoch beide Anteile, in Summe 22,8 % des versicherungspflichtigen Einkommens (Beitragsgrundlage). Die ÖGK schickt Ihnen eine entsprechende Rechnung. Ob sich ein Nachkauf lohnt, hängt vom Einzelfall ab.

Für eine geringfügige Beschäftigung sind keine Pensionsversicherungsbeiträge vorgesehen, Sie können daher auch keine Versicherungszeiten nachkaufen. 

Zuletzt aktualisiert am 18. Oktober 2019