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Kostenbeteiligung & Kostenerstattung


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Wie hoch ist der Selbstbehalt für die Versicherten?

Bei Heilbehelfen und Hilfsmitteln muss sich die/der Versicherte an den Kosten beteiligen. Entweder mit max. 10 % des Vertragstarifes bzw. mit mindestens EUR 35,80.

Der Selbstbehalt bei Sehbehelfen beträgt maximal 10 % des Vertragstarifes, mindestens jedoch EUR 107,40. Für Kinder über dem 15. Lebensjahr, die als Angehörige gelten, beträgt der Kostenanteil mindestens EUR 35,80.

Der Zuschuss für Orthopädische Maßschuhe verringert sich um EUR 58,14 pro Paar bzw. EUR 29,07 pro Stück für alle Versicherten (Angehörigen). Für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr generell, sowie nach Vollendung des 18. Lebensjahres unter bestimmten Voraussetzungen, unabhängig von einer Angehörigeneigenschaft sowie für Personen ohne Rücksicht auf das Lebensalter mit Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe, wird kein Eigenkostenanteil eingehoben.

Der Selbstbehalt ist von der/dem Versicherten direkt bei der Vertragspartnerin/beim Vertragspartner zu erbringen. 

Zusätzlich kann es aufgrund des Höchstausmaßes zu einer höheren Kostenbeteiligung der/des Versicherten kommen (siehe Punkt Höchstausmaß).

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Was sind Tarife?

Tarife sind vertraglich festgesetzte Beträge, welche von uns für Vertragsbehelfe vergütet werden. In der Regel erfolgt eine direkte Abrechnung mit unseren Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern.

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Wann entfällt die Kostenbeteiligung?

Kostenanteilsbefreiung besteht dann, wenn Versicherte (oder Angehörige):

  1. das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  2. wegen einer erheblichen Behinderung erhöhte Familienbeihilfe beziehen (Nachweis erforderlich).
  3. von der Rezeptgebühr befreit sind (ausgenommen Befreiung der Entrichtung der Rezeptgebühr bei Erreichen der Obergrenze).
  4. Hilfsmittel und Heilbehelfe als Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation erhalten (z.B. Krankenfahrstühle).


Ausnahmen:
Personen die aufgrund der Überschreitung der Rezeptgebührenobergrenze von der Rezeptgebühr befreit sind, sind nicht vom Selbstbehalt für Heilbehelfe/Hilfsmittel befreit.

Infos zur Rezeptgebührenbefreiung und Rezeptgebührenobergrenze   

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Höchstausmaß der Zuzahlungen durch die ÖGK

Heilbehelfe

Die Kasse übernimmt die Kosten für notwendige Heilbehelfe höchstens bis zum 8-fachen der täglichen Höchstbeitragsgrundlage (EUR 1.432,00).


Hilfsmittel


Die Kasse leistet Zuschüsse für die Anschaffung von notwendigen Hilfsmitteln. Der Zuschuss beträgt 90 %, höchstens jedoch

  • allgemein das 8-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage (EUR 1.432,00)
  • das 20-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage für Hilfsmittel, welche geeignet sind, die Funktion fehlender oder unzulänglicher Körperteile zu übernehmen (Prothesen) sowie für Krankenfahrstühle (EUR 3.580,00)
  • das 8-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage für ständig benötigte Hilfsmittel, die in der Regel mindestens einmal im Monat erneuert werden müssen (EUR 1.432,00)


Für Behelfe aus dem Titel "medizinische Rehabilitation" gelten die Höchstgrenzen nicht.

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Vorgangsweise beim Bezug von Heilbehelfen/Hilfsmitteln bei Nicht-Vertragspartnerinnen bzw. -partnern

Heilbehelfe oder Hilfsmittel, die nicht bei einer Vertragspartnerin oder einem Vertragspartner bezogen werden, können von den Versicherten zur Kostenrückerstattung eingereicht werden.

Übermitteln Sie uns dazu:

  • die saldierte Originalhonorarnote (lautend auf den Namen der Versicherten bzw. des Versicherten),
  • den Original-Verordnungsschein sowie
  • Ihre Bankverbindung (Institut, Bankleitzahl, Kontonummer).

Schicken Sie uns die Unterlagen per Post oder geben Sie diese persönlich bei uns ab.

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Zuletzt aktualisiert am 06. Februar 2020