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Beitragserstattung


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Welche Voraussetzungen müssen für eine Beitragserstattung vorliegen?

Die Beitragserstattung ist möglich, wenn die Summe der beitragspflichtigen Entgelte (Beitragsgrundlagen) einschließlich der Sonderzahlungen das 35-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage

  • für die im Kalenderjahr liegenden Monate der Pflichtversicherung
  • im jeweiligen Beitragsjahr

überschreitet. 

Für zwölf Monate der Pflichtversicherung sind das im Jahr 2020 EUR 75.180,00. Als Monat der Pflichtversicherung zählen alle Kalendermonate, in denen die/der Versicherte zumindest für einen Tag pflichtversichert war. Sich zeitlich deckende Monate sind nur als ein Monat zu rechnen.

Sind Sie in der gewerblichen Wirtschaft und/oder Landwirtschaft selbstständig erwerbstätig, können Sie eine Differenzbeitragsvorschreibung beantragen.

Nähere Informationen dazu lesen Sie hier nach:


linkSozialversicherungsanstalt der Selbständigen

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Bis wann kann der Antrag gestellt werden?

Der Antrag auf Erstattung von Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen muss bis zum Ablauf des dem Beitragsjahr drittfolgenden Kalenderjahres beim Krankenversicherungsträger einlangen. Also z. B. für das Beitragsjahr 2016 bis spätestens 31.12.2019.

Für die Erstattung von Pensionsversicherungsbeiträgen gibt es keine Frist für die Beantragung (rückwirkende Antragstellung bis einschließlich 2005 möglich).


Automatische Erstattung von Beiträgen (ab dem Beitragsjahr 2019)
Die Beitragserstattung wird ab 01.01.2020 von Amts wegen erfolgen. Beginnend mit dem Beitragsjahr 2019 wird Ihnen der gesamte von Ihnen zu tragende Beitrag in der Kranken- bzw. Pensionsversicherung und Arbeitslosenversicherung, der auf den Überschreitungsbetrag entfällt, ohne vorherigen Antrag erstattet.

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Welche Beiträge werden erstattet?

Der Antrag auf Erstattung ist möglich für Beiträge der Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie der Pensionsversicherung. 

Die Unfallversicherungsbeiträge bezahlt die/der jeweilige Dienstgeber/in und können nicht erstattet werden.

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Wo gibt es Anträge?

Der Antrag auf Erstattung von Beiträgen liegt in allen Kundenservice-Stellen auf. Sie können den Antrag aber auch über unsere Formularübersicht aufrufen.

linkKontakt Kundenservice 

Auf Wunsch senden wir Ihnen das Formular auch zu. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ihnen beim Ausfüllen gerne behilflich!

Beachten Sie: Ein Antrag auf Erstattung von Pensionsversicherungsbeiträgen gilt auch als Antrag auf Erstattung von Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen, umgekehrt jedoch nicht.

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Wohin soll der Antrag gesendet werden?

Der Antrag auf Erstattung ist sowohl für Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge als auch für Pensionsversicherungsbeiträge bei einem der beteiligten Krankenversicherungsträger zu stellen. 

Möchten Sie den Antrag bei unserer Kasse einreichen, schicken Sie ihn an:

Österreichische Gesundheitskasse
Versicherungsabteilung
z. H. Frau Corinna Karner-Steurer oder Jennifer Heinzl
Kremser Landstraße 3
3100 St. Pölten 

Oder geben Sie den Antrag persönlich in einer unserer Kundenservice-Stellen ab. 

linkKontakt Kundenservice 

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Wie hoch ist die Beitragserstattung?

Die Beitragserstattung erfolgt für den Betrag, der die Summe der beitragspflichtigen Entgelte (Beitragsgrundlagen) einschließlich der Sonderzahlungen um das 35fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage überschreitet (= Überschreitungsbetrag).

Gültig für Beitragsrückerstattungen bis zum Kalenderjahr 2018:
In der Krankenversicherung
ist die Beitragserstattung vier Prozent und in der Arbeitslosenversicherung drei Prozent vom Überschreitungsbetrag. 

In der Pensionsversicherung:
Erstattet werden die auf den Überschreitungsbetrag entfallenden Beiträge in halber Höhe (derzeit 11,4 Prozent). Die Beiträge werden mit dem der zeitlichen Lagerung entsprechenden Aufwertungsfaktor aufgewertet.


Gültig für Beitragsrückerstattungen ab dem Kalenderjahr 2019:
Die Beiträge in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung sind in jener Höhe zu erstatten, in der diese Beiträge von der versicherten Person getragen wurden. 

In der Pensionsversicherung sind der versicherten Person 45 % der auf den Überschreitungsbetrag entfallenden aufgewerteten Beitrag zu erstatten.



Personen, die nach dem 31.12.1954 geboren sind, unterliegen dem Allgemeinen Pensionsgesetz. Ist dieses anzuwenden, so gilt abweichend Folgendes:

Hat die Pflichtversicherung das gesamte Kalenderjahr hindurch bestanden:
Die auf den Betrag, um den die Summe aller Beitragsgrundlagen die Jahreshöchstbeitragsgrundlage überschreitet, entfallenden Beiträge werden in halber Höhe erstattet. Die Beiträge werden ebenfalls mit dem der zeitlichen Lagerung entsprechenden Aufwertungsfaktor aufgewertet.

Hat die Pflichtversicherung nicht das ganze Jahr hindurch bestanden, werden die Beiträge (auf Wunsch) bis zur Jahreshöchstbeitragsgrundlage dem Pensionskonto angerechnet. 
Die/Der Versicherte kann jedoch den Antrag stellen, dass die aufgewerteten Beiträge von jenem Überschreitungsbetrag erstattet werden, der sich aus der Summe der monatlichen Höchstbeitragsgrundlagen ergibt.

linkInfos zu den Höchstbeitragsgrundlagen 

linkPVA - Infos zum Pensionskonto 

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Steuerrechtliche Hinweise

Die rückerstatteten Sozialversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge sind steuerpflichtig. Daher sind die Krankenversicherungsträger verpflichtet, über die im jeweiligen Kalenderjahr ausgezahlten Rückerstattungsbeträge einen Lohnzettel auszustellen. Dieser wird dann an das zuständige Finanzamt übermittelt.

Zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2019