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Vorsicht Reisekrankheit: Infektiöse Leberentzündung - Hepatitis


Die dafür verantwortlichen Viren (Erreger) werden mit Buchstaben A - E gekennzeichnet und sind gut untersucht. Sie sind für mindestens 90 % der Leberinfektionen verantwortlich. Die viralen Leberinfektionen gehören weltweit zu den wichtigsten Infektionskrankheiten. Sie sind vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet, weiters in Gegenden mit schlechten hygienischen Verhältnissen.

Vor allem in der Reisezeit kann es in den Urlaubsländern vermehrt zu Kontakt mit Personen kommen, die an einer infektiösen Hepatitis leiden.

Eine Impfung ist für die Hepatitis A und Hepatitis B möglich. Für die anderen Formen, wie z. B. Hepatitis C, nicht.


HEPATITIS A (Abb. 2):

Die höchste Verbreitung findet sich in Afrika, Indien und Südostasien. Dort haben fast alle Kinder bereits eine Infektion durchgemacht. Für Österreicher ist die Hepatitis A überwiegend eine Reisekrankheit. Das Hepatitis-A-Virus befindet sich beim Erkrankten in großer Menge im Stuhl.


Landkarte Hepatitis A, Verbreitung -Foto Fa. ABBOT, Prof. Dr. med. Wolfgang Jilg










Übertragungsmöglichkeiten:
Die Aufnahme des Virus erfolgt über den Mund. Verunreinigtes Trinkwasser und der Genuss mit infizierter Substanz verunreinigter Speisen sind die häufigsten Übertragungsursachen. Für den Urlaub von besonderer Bedeutung sind der Genuss von Muscheln, Austern und anderen Schalentieren, die dieses Hepatitis-A-Virus in beachtlichen Konzentrationen enthalten können.

ACHTUNG vor rohen oder nicht vollständig gekochten Speisen und unreinen Gewässern.


HEPATITIS B (Abb. 7):
Das Virus befindet sich im Blut und muss in die Blutbahn des neuen Wirten eindringen.

Landkarte Hepatitis B, Verbreitung -Foto Fa. ABBOT, Prof. Dr. med. Wolfgang Jilg









Häufige Übertragungsmöglichkeiten:
Im medizinischen Bereich (z. B. Nadelstichverletzungen) oder Geräte, die man täglich gebraucht, wie Nagelschere, Nagelfeile, Rasierapparate, falls diese von Infizierten und Nichtinfizierten gemeinsam verwendet werden. Die Infektionen sind auch durch Sexualkontakt möglich.



IMPFUNGEN:
Eine Impfung ist für die Hepatitis A und Hepatitis B möglich und sehr empfehlenswert. Für die anderen Formen (wie z. B. Hepatitis C) ist derzeit noch kein Impfstoff vorhanden.

Quellennachweis: Abbildungen Fa ABBOT, Prof. DR. med. Wolfgang Jilg