DRUCKEN

Polypharmazieboard Kärnten



up

Die Ist-Situation

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass rund ein Viertel aller ÖsterreicherInnen regelmäßig mehr als fünf Medikamente einnimmt. Ab dieser Zahl spricht man von Polypharmazie.

Nicht immer erfährt der Hausarzt von allen eingenommenen Medikamenten. Die Folgen können sein:

  • der vorerst unerklärliche Anstieg von Wechselwirkungen
  • eine Addition von Nebenwirkungen
  • und paraxoderweise eine medikamentöse Unterversorgung des Patienten
up

Die Ausgangs-Situation

Polypharmazie ist eine häufig vorkommende, medizinische Herausforderung. Eine Salzburger Studie zeigt, dass bei 543 aufgenommenen PatientInnen über 75 Jahre nicht weniger als 58,4% der PatientInnen über 6 Medikamente einnehmen. Bei der Medikamentenanalyse wurden bei über einem Drittel aller PatientInnen verzichtbare Medikamente gefunden.

30,4% der PatientInnen nahmen Medikamente ein, die für alte Menschen inadäquat sind. Bei zwei Drittel aller PatientInnen gab es potenzielle Arzneimittelinteraktionen. Bei jedem zehnten Patienten bzw. jeder zehnten Patientin war der Grund der stationären Aufnahme eine unerwünschte Arnzeimittelwirkung.

Ein gemeinsames Durchforsten und Optimieren der persönlichen Medikamenteliste erscheint dringen notwendig.

up

Unser Projekt

Um der Gefahr Polypharmazie effektiv entgegenwirken zu können, wurde am Klinikum Klagenfurt und am Landeskrankenhaus (LKH) Villach in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskasse in Kärnten und dem Kärntner Gesundheitsfonds das Projekt Polypharmazieboard ins Leben gerufen.

In den beiden Krankenhäusern treffen sich jeden Mittwoch VertreterInnen der Fachrichtungen

  • Innere Medizin
  • Klinische Pharmazie
  • Neurologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie


um die Therapien der nominierten PatientInnen zu analysieren und zu optimieren.


up

Unser Ziel

Unser gemeinsames Ziel ist die Optimierung der jeweiligen Arzneimitteltherapie für den einzelnen Patienten/die einzelne Patientin im Sinne von weniger Komplikationen, einer höheren PatientInnenzufriedenheit und die Verbesserung der Lebensqualität.


up

Kontakt

Bei Fragen kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt des Vertrauens.


Text: KABEG