DRUCKEN

Service-Entgelt (Gebühr für die e-card)

Stand: 1.1.2021


Für die e-card ist jährlich ein Service-Entgelt zu entrichten. Gemäß § 31c Abs. 3 Z 1 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) hat der Dienstgeber

  • am 15.11. eines jeden Jahres
  • für die zu diesem Stichtag bei ihm in einem Dienstverhältnis stehenden Personen

das Service-Entgelt einzuheben und an den Krankenversicherungsträger abzuführen. Für das Jahr 2022 ist am 15.11.2021 ein Service-Entgelt in Höhe von EUR 12,70 fällig.

Info

Ermittlung des Service-Entgeltes für 2022:
€ 12,30 (Service-Entgelt für 2021) x 1,033 (Aufwertungszahl für 2021) = € 12,7059; Rundung auf fünf Cent = € 12,70.

zum Seitenanfang springen

Betroffene Personen

Das Service-Entgelt ist für folgende Personen vom Dienstgeber einzuheben, wenn für diese zum Stichtag 15.11. ein Krankenversicherungsschutz besteht:

  • Dienstnehmer,
  • freie Dienstnehmer,
  • Lehrlinge,
  • Personen in einem Ausbildungsverhältnis,
  • Dienstnehmer, die auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit mindestens die Hälfte ihres Entgeltes vom Dienstgeber fortgezahlt bekommen,
  • Bezieher einer Urlaubsersatzleistungen gemäß § 10 Urlaubsgesetz (UrlG) oder
  • Bezieher einer Kündigungsentschädigung.


Kein Service-Entgelt ist einzuheben für:

  • geringfügig Beschäftigte,
  • Dienstnehmer, die am 15.11. keine Bezüge erhalten (z. B. bei Wochenhilfe, Karenz nach dem Mutterschutzgesetz 1979/Väter-Karenzgesetz, Präsenzdienst bzw. Zivildienst),
  • Dienstnehmer, die auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit weniger als die Hälfte ihres Entgeltes vom Dienstgeber fortgezahlt bekommen,
  • Personen, von denen bekannt ist, dass sie bereits im ersten Quartal des nachfolgenden Kalenderjahres wegen Pensionsantritt von der Pflichtversicherung in der Krankenversicherung abgemeldet werden.

zum Seitenanfang springen

Art der Einhebung

Die Einhebung des Service-Entgeltes erfolgt durch Einbehaltung vom Lohn auf Grund der Daten, die dem Dienstgeber aus seiner Lohnverrechnung bekannt sind. Das Service-Entgelt ist auch für jene Personen einzuheben, bei denen nach den Daten des Dienstgebers Mehrfachversicherungen oder Rezeptgebührenbefreiungen bestehen. In diesen Fällen kann das Service-Entgelt allerdings auf Antrag des Betroffenen durch den Krankenversicherungsträger rückerstattet werden.

zum Seitenanfang springen

Meldung und Abfuhr des Service-Entgeltes

Das Service-Entgelt ist am 15.11. eines jeden Kalenderjahres fällig.

Selbstabrechner haben das Service-Entgelt mittels monatlicher Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) für November an den Krankenversicherungsträger zu melden und mit den übrigen Sozialversicherungsbeiträgen für November bis spätestens 15.12. abzuführen.

Bei Vorschreibebetrieben wird das Service-Entgelt automatisch berücksichtigt.

zum Seitenanfang springen

Rückerstattung des Service-Entgeltes

Der Krankenversicherungsträger hat bei zu viel bezahltem Service-Entgelt auf Antrag des Betroffenen die Rückerstattung durchzuführen (dies kann z. B. bei Vorliegen einer Mehrfachversicherung zum Stichtag der Fall sein).