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Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz

Stand: 1.1.2020


Gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser im Sinne des § 94 Z 72 der Gewerbeordnung 1994 haben einen Beitrag zur Finanzierung des Sozial- und Weiterbildungsfonds für überlassene Arbeitnehmer zu entrichten, wenn sowohl Kollektivverträge für den Betrieb des Überlassers als auch für den Betrieb des Beschäftigers vorliegen. 

Der Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (WBB-AÜG) ist vom Überlasser allein zu tragen und beträgt für überlassene Arbeiter und Angestellte seit 1.4.2017 0,35 % der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage, wobei die Geringfügigkeitsgrenze nicht anzuwenden ist. Dieser Beitrag ist auch von Sonderzahlungen zu leisten.

Kein WBB-AÜG
ist zu entrichten:

  • wenn nur für den Betrieb des Überlassers oder nur für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt;
  • wenn weder für den Betrieb des Überlassers noch für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt.
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Beitragszahlung von inländischen Überlassern

Der WBB-AÜG wird am Letzten eines Kalendermonates mit den Sozialversicherungsbeiträgen fällig. Er ist mit den Sozialversicherungsbeiträgen an den Krankenversicherungsträger abzuführen und von diesem an den Sozial- und Weiterbildungsfonds zu überweisen.

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Beitragszahlung von ausländischen Überlassern

Besteht für eine überlassene Arbeitskraft keine Pflichtversicherung in Österreich, haben die ausländischen Überlasser den WBB-AÜG über die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) abzurechnen. Wenn aber die überlassene Arbeitskraft der Pflichtversicherung in Österreich unterliegt, gelten für die ausländischen Überlasser dieselben Abrechnungs- und Zahlungsbestimmungen wie für inländische Überlasser.