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Zivildienst

Stand: 1.1.2020


Zivildienstleistende im Sinne des Zivildienstgesetzes 1986 (ZDG) und Zivildienstpflichtige, die einen Auslandsdienst gemäß § 12b ZDG leisten, unterliegen der Kranken- und Unfallversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG). Die Kranken- und Unfallversicherungsbeiträge werden zur Gänze von den Rechtsträgern (Einrichtungen) getragen, für die der Zivildiener tätig ist.

Info

Die tägliche Beitragsgrundlage für Zivildiener beträgt im Jahr 2020 EUR 40,67, die monatliche Beitragsgrundlage EUR 1.220,10.

Für Zivildienstleistende ist der Unfallversicherungsbeitrag in Form eines Fixbetrages zu entrichten. Dieser unterliegt der jährlichen Aufwertung und beträgt 2020 EUR 5,72.

Die mitversicherten Angehörigen des Zivildieners können Leistungen aus der Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Zivildienstzeiten werden entsprechend den Bestimmungen des Allgemeinen Pensionsgesetzes (APG) auf dem Pensionskonto erfasst.

Für die Dauer des Zivildienstes sind vom ursprünglichen Dienstgeber für den Zivildiener keine Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Der Dienstgeber hat jedoch für die Dauer des Zivildienstes den Beitrag zur Betrieblichen Vorsorge (BV) in der Höhe von 1,53 % zu entrichten, wenn und solange das Beschäftigungsverhältnis nicht gelöst ist. Als Bemessungsgrundlage für den BV-Beitrag ist das Kinderbetreuungsgeld (2020: täglich EUR 14,53; voller Monat x 30) heranzuziehen. 

Der Zivildiener ist bei Antritt des Zivildienstes mit dem letzten Tag des Entgeltanspruches abzumelden. Als Abmeldegrund ist "Zivildienst" anzugeben. Das Feld "Betriebliche Vorsorge Ende" ist nicht auszufüllen. Bei Wiederaufnahme der Beschäftigung ist eine neuerliche Anmeldung vor Arbeitsantritt zu erstatten.

Weitere Informationen betreffend Zivildienst können auf der Website des Bundesministeriums für Inneres abgerufen werden.