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Auslandsurlaub

Stand: 1.1.2020


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Urlaub in einem EU-/EWR-Staat oder der Schweiz

EU-Staaten
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Nordirland (Austritt per 31.1.2020, Übergangsphase bis 31.12.2020)1, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern (griechischer Teil).

1ACHTUNG: Nähere Informationen zu den Auswirkungen des BREXIT auf die Leistungen der Sozialen Sicherheit entnehmen Sie folgendem Link: Bundeskanzleramt: Brexit

EWR-Staaten
Island, Liechtenstein, Norwegen

Die e-card trägt auf ihrer Rückseite die Europäische Krankenversicherungskarte EKVK, wenn auf Grund der Versicherung ein Anspruch auf Versicherungsleistungen in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat oder der Schweiz besteht.

Sollte der Versicherte oder seine anspruchsberechtigten Angehörigen über keine EKVK verfügen oder diese verlorengegangen sein, kann vom zuständigen österreichischen Krankenversicherungsträger eine Ersatzbescheinigung für die EKVK (Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die Europäische Krankenversicherungskarte - PEB) ausgestellt werden.

Mit der EKVK bzw. PEB kann die betreffende Person medizinische Hilfe wie ein Anspruchsberechtigter des jeweiligen Landes direkt beim Leistungserbringer erhalten. Die EKVK bzw. PEB gilt in dem auf der Karte angegebenen Zeitraum als Nachweis des Leistungsanspruches, aber nur dann, wenn tatsächlich ein solcher Anspruch auf Behandlung in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat oder der Schweiz besteht. Bei Verwendung einer EKVK bzw. PEB ohne einen zu Grunde liegenden Leistungsanspruch wird die betroffene Person zum Ersatz der aufgelaufenen Kosten verpflichtet, zudem kann dies auch strafrechtliche Folgen haben.

Bei Aufenthalt in den EU-Mitgliedstaaten, EWR-Staaten und der Schweiz können der Versicherte und seine anspruchsberechtigten Familienangehörigen alle Sachleistungen erhalten, die sich während eines Aufenthaltes unter Berücksichtigung der Art der Leistung und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer als medizinisch notwendig erweisen.

In den EU-Mitgliedstaaten, EWR-Staaten und der Schweiz kann die EKVK bzw. die PEB direkt beim Leistungserbringer vorgelegt werden.

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass ein Leistungsanspruch einem EU-/EWR-Mitgliedstaat oder der Schweiz nur für Personen besteht, die sich vorübergehend im Ausland aufhalten (Urlaub, dienstliche Entsendung) und deren Gesundheitszustand eine sofortige medizinische Behandlung notwendig macht (Dringlichkeitsfall).

Begibt sich ein Anspruchsberechtigter nur zum Zwecke der ärztlichen Behandlung ins Ausland, ist vorher die Zustimmung des zuständigen Krankenversicherungsträgers einzuholen. 

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Urlaub in einem Vertragsstaat

Bilaterale Vertragsstaaten betreffend den Zweig der Krankenversicherung, in denen die Sachleistungsaushilfe vorgesehen ist:
Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien und Türkei

Auf Grund einer Vereinbarung gilt in Mazedonien seit 1.1.2013, in Serbien seit 1.1.2014, in Bosnien und Herzegowina seit 1.7.2015 sowie in Montenegro seit 1.7.2016 die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) bzw. die provisorische Ersatzbescheinigung für die Europäische Krankenversicherungskarte (PEB).

Info

Achtung!

In Mazedonien können die Leistungen beim Leistungserbringer direkt mit der EKVK in Anspruch genommen werden. 
In Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro ist die EKVK bzw. die PEB beim zuständigen Krankenversicherungsträger vorzulegen. Dieser stellt sodann einen ortsüblichen Behandlungsschein aus.

Für den Aufenthalt in der Türkei ist das vorgesehene Formular zu verwenden. Die Ausstellung des Formulars (Urlaubskrankenschein) für die Türkei kann - allerdings nur bei aufrechtem Beschäftigungsverhältnis - durch den Dienstgeber erfolgen.

Für anspruchsberechtigte Familienangehörige dürfen die Formulare nur dann ausgestellt werden, wenn diese Angehörigen ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben.

Die vom Dienstgeber ausgefertigte Bescheinigung für Urlaubsaufenthalte in der Türkei muss zusätzlich zum Aufdruck des zuständigen Krankenversicherungsträgers folgende Angaben enthalten:

  • Daten des Versicherten oder seiner Angehörigen
  • Zeitraum, für den die Bescheinigung gültig ist
  • Datum, Firmenstempel und Unterschrift


Bei Aufenthalt in der Türkei ist die Anspruchsbescheinigung vor der Inanspruchnahme medizinischer Behandlungen bei dem für den Aufenthaltsort in Betracht kommenden Träger des Vertragsstaates gegen einen Behandlungsschein einzulösen. Die zuständige Stelle ist am Auslandsbetreuungsschein angeführt.

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass ein Leistungsanspruch in den Vertragsstaaten nur für Personen besteht, die sich vorübergehend im Ausland aufhalten (Urlaub, dienstliche Entsendung) und deren Gesundheitszustand eine sofortige medizinische Behandlung notwendig macht (Dringlichkeitsfall) oder die sich im dienstlichen Auftrag im Ausland befinden und im Rahmen ihres Aufenthaltes beim zuständigen Versicherungsträger zustehende medizinische Leistungen benötigen.

Begibt sich ein Anspruchsberechtigter nur zum Zwecke der ärztlichen Behandlung ins Ausland, ist vorher die Zustimmung des zuständigen Krankenversicherungsträgers einzuholen. 

Nicht verwendete Betreuungsscheine sind zu vernichten bzw. bei Anträgen auf Kostenerstattung beizulegen.

Muss eine Krankenbehandlung im Ausland von dem Versicherten bezahlt werden, kann eine Kostenerstattung beim zuständigen Krankenversicherungsträger beantragt werden. Ein zusätzlicher Krankenversicherungsschutz (Reiseversicherung) ist zu empfehlen.