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Mit der e-card in den Urlaub

Veröffentlichung: NÖDIS Nr. 8/30.5.2018


Gegen Vorlage der e-card können Versicherte und ihre Angehörigen Leistungen eines Vertragsarztes während eines Urlaubes in Österreich in Anspruch nehmen.

Auch bei einer Urlaubsreise in einen EU/EWR-Mitgliedstaat oder der Schweiz sollte die e-card nicht zu Hause bleiben. Denn auf der Rückseite der e-card befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), mit der man Leistungen nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes erhält.

Zusätzlich ist die EKVK auch in Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro sowie Serbien gültig bzw. ist sie dort gegen einen gültigen Behandlungsschein einzutauschen. Einzig in der Türkei ist ein Urlaubskrankenschein bzw. Auslandsbetreuungsschein (A/TR 3) zu verwenden.

In allen anderen Staaten (Ägypten, Tunesien etc.) müssen die Kosten für eine ärztliche Behandlung und Medikamente vorab selbst bezahlt werden. In diesen Fällen empfehlen wir, eine möglichst detaillierte Rechnung ausstellen zu lassen. 

Akzeptiert ein ausländischer Leistungserbringer die e-card nicht und besteht auf eine Barzahlung, kann eine möglichst detaillierte Rechnung mit Art, Umfang, Diagnose und Datum der Behandlung beim zuständigen österreichischen Krankenversicherungsträger zur (teilweisen) Kostenerstattung eingereicht werden. Zur Vermeidung verbleibender Rest- bzw. Behandlungskosten ist der Abschluss einer privaten Reise- und Urlaubskrankenversicherung zu empfehlen.

Falls der Versicherte oder seine anspruchsberechtigten Angehörigen auf Grund zu wenig erworbener Versicherungszeiten keine gültige EKVK (die Datenfelder sind mit Sternen befüllt) besitzt, kann vom zuständigen Krankenversicherungsträger eine "Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die EKVK" ausgestellt werden. Dies gilt auch, wenn der Versicherte die e-card verloren hat. 

Weitere Details und den Urlaubskrankenschein für die Türkei können Sie unter den Links in den Rubriken "Mehr zum Thema", "Mehr im Internet" und "Formulare" aufrufen.

Autorin: Michaela Podgornik/NÖGKK