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Schlechtwetterentschädigungsbeitrag

Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 15/November 2014


Der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag (SW) ist ein Beitrag, der zwar vom Krankenversicherungsträger eingehoben, aber an die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) weitergeleitet wird. Er dient dazu, den Aufwand der BUAK für die Rückerstattung der von den Baubetrieben zu leistenden Schlechtwetterentschädigung zu decken.

Wer hat den SW zu entrichten?

All jene Betriebe und die bei ihnen beschäftigten Dienstnehmer, die in den Geltungsbereich des Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes fallen (z. B. Hoch- und Tiefbaubetriebe, Zimmereibetriebe, Dachdeckerbetriebe). Kein SW ist zu entrichten für die Dauer einer Beschäftigung von Arbeitern auf Auslandsbaustellen, für Lehrlinge und für Angestellte.

Höhe

Der SW beläuft sich auf 1,40 % der allgemeinen Beitragsgrundlage und der Beitragsgrundlage für Sonderzahlungen (bis zur jeweiligen Höchstbeitragsgrundlage). Der Beitrag ist je zur Hälfte vom Dienstgeber und vom Dienstnehmer zu entrichten. Während eines unbezahlten Urlaubes ist der SW zur Gänze vom Dienstnehmer zu tragen.

Schlechtwetter - Beitragsgrundlage

Fällt in einem Beitragszeitraum durch Schlechtwetter Arbeitszeit aus, ist folgendermaßen vorzugehen: Das ohne Schlechtwetter gebührende ­volle (fiktive) Arbeitsentgelt ist dem tatsächlich erzielten Entgelt (Lohn plus Schlechtwetterentschädigung) gegenüber zu stellen. Danach ist der Differenzbetrag zwischen dem vollen (fiktiven) und dem tatsächlichen Entgelt zu ermitteln. Nun die Besonderheit: Der Beitrag zur Krankenversicherung (KV-Beitrag) für diesen Differenzbetrag ist zur Gänze vom Dienstgeber zu zahlen. Die Abrechnung für diesen KV-Beitrag erfolgt in der Beitragsgruppe A13. Krankenversichert ist der Dienstnehmer weiterhin mit dem vollen (fiktiven) Entgelt. Ein Beispiel dazu finden Sie unter dem Link "Schlechtwetterentschädigung" in der rechten Navigationsleiste.

Für alle anderen Beiträge, Nebenbeiträge und Umlagen ist die Beitragsgrundlage dagegen ausschließlich das tatsächlich erzielte Entgelt (Lohn plus Schlechtwetterentschädigung). 

Autor: Wolfgang Mitterstöger/NÖGKK