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Sachbezug und Krankenstand

Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 14/November 2013


Wie sind Sachbezüge, die während eines Krankenstandes weiterhin gewährt werden, beitragsrechtlich zu behandeln?

Beitragsfrei sind Zuschüsse (Geld- und Sachbezüge) des Dienstgebers während eines Krankenstandes dann, wenn

  • der Dienstnehmer Anspruch auf Krankengeld hat und
  • die Zuschüsse weniger als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor Eintritt des Krankenstandes betragen.


Hat der Dienstnehmer also bereits Anspruch auf (halbes oder volles) Krankengeld, ist folgendermaßen vorzugehen:

Die Höhe der Sachbezüge und die Höhe des fortgezahlten Entgeltes sind zusammenzuzählen. Beträgt diese gemeinsame Summe weniger als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor Eintritt des Krankenstandes, sind die Sachbezüge (und das fortgezahlte Entgelt) beitragsfrei. Ist dies nicht der Fall, sind die Sachbezüge (und das fortgezahlte Entgelt) beitragspflichtig.

Werden während des Krankenstandes aber ausschließlich nur mehr Sachbezüge gewährt, besteht für diese Sachbezüge (laut dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger) generell keine Beitragspflicht mehr (Lohnsteuerpflicht ist aber grundsätzlich gegeben).

Dasselbe gilt übrigens auch für die beitragsrechtliche Beurteilung von Sachbezügen während eines Anspruches auf Wochengeld bzw. während einer Karenzierung.

Autor: Wolfgang Mitterstöger/NÖGKK